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Steuerliche Änderungen ab 2019

Steuerliche Änderungen ab 2019

Das neue Jahr ist da und somit auch steuerliche Änderungen ab 2019. Was sich im Bereich Steuern im neuen Jahr ändert, zeigen wir euch in unserem Blogbeitrag.

Steuerliche Änderungen ab 2019 im Überblick:

  1. Familienentlastungsgesetz (FamEntlastG)
  2. Rentenpakete
  3. Kompensation der kalten Progression

 

Familienentlastungsgesetz (FamEntlastG)

Wichtige Neuerungen zur Entlastung von Familien hat der Gesetzgeber ab 2019 beschlossen. Das Kindergeld beträgt 2019 für das erste Kind und zweite Kind jeweils 194 Euro. Für das dritte Kind 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 225 Euro im Monat. Ab dem Monat Juli 2019 erhöht sich dieses Kindergeld jedoch jeweils um 10 Euro pro Kind. Also dann auf 204 Euro, 210 Euro und 235 Euro.

Auch der Kinderfreibetrag wird ab dem Veranlagungszeitraum 2019 auf 2.490 Euro pro Elternteil erhöht, für beide Eltern damit auf 4.980 Euro. Er beträgt damit zusammen mit dem Betreuungsfreibetrag für die Eltern insgesamt 7.620 Euro. Der Grundfreibetrag beträgt für 2019 9.168 Euro und verdoppelt sich beim Ehegattensplitting entsprechend. Eine abweichende Berechnung erfolgt, wenn Einkünfte vorliegen, die unter dem Progressionsvorbehalt stehen. Insgesamt sind die Änderungen von dem Bemühen getragen, besonders die Familien zu entlasten.

Rentenpakete

Zum 01.07.2019 soll es deutliche Rentenerhöhungen geben. So beträgt die Rentenanpassung West 3,18 %, die Rentenanpassung Ost 3,91 %. Diese Nachricht ist für die Rentnerinnen und Rentner zunächst sehr erfreulich. Allerdings ist auch zu beachten, dass hierdurch fast 50.000 Senioren zusätzlich steuerpflichtig sein werden. Diese Betroffenen müssen also Einkommensteuererklärungen abgeben. Das betrifft diejenigen, die mit ihrer Jahresbruttorente nach Abzug des persönlichen Rentenfreibetrags und der Werbungskostenpauschale in Höhe von 102 Euro mehr als den Grundfreibetrag erzielen. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn Einkünfte aus anderen Einkunftsarten erzielt werden. Zu diesen Einkünften zählen beispielsweise Einnahmen aus Vermietung oder Kapitalerträgen. Aber auch hier gilt: sofern die Einkommensteuererklärung für Rentner sorgfältig ausgefüllt wird und alle steuerlich günstigen Sachverhalte zutreffend berücksichtigt werden, können Steuern auch in diesen Fällen oft vermieden werden.

Weiter gibt es für Mütter ab dem 01.01.2019 Verbesserungen. Die Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, erhalten für jedes Erziehungsjahr einen halben Rentenpunkt, pro Kind damit 2,5 Rentenpunkte.

Kompensation der kalten Progression

Ein ständiges Ärgernis ist die sogenannte kalte Progression. Diese führt zur Mehrbelastung, weil die Einkommensteuersätze nicht der Inflation angepasst werden. Es gilt der Grundsatz, dass derjenige, der mehr verdient, auch mehr Steuern zahlen soll. Mit zunehmenden Einkommen steigt jedoch auch der Steuersatz; und dies auch dann, wenn letztlich nur die Inflation ausgeglichen wird. Im ungünstigen Fall steht Ihnen als Steuerpflichtigen also trotz einer Lohnerhöhung letztlich weniger Geld zur Verfügung. Der Gesetzgeber hat nun gegengesteuert. Er verschiebt hierfür die Eckwerte des Einkommensteuertarifs für die Veranlagungszeiträume 2019 und 2020. Diese Steuervergünstigung findet ihren Niederschlag im Rahmen der Anwendung der Einkommensteuertabellen. Bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung führt sie damit letztlich zu einer geringeren Einkommensteuerbelastung.

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