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Tipps zu Kinderbetreuungskosten

Tipps zu Kinderbetreuungskosten

Werbungskosten oder Sonderausgaben? Kinderbetreuungskosten bei der Steuererklärung richtig angeben und die Steuerlast mindern.


Sobald der Familienzuwachs auf der Welt ist, oder besser bereits während der Schwangerschaft, wird es Zeit, sich um einen Betreuungsplatz für den kleinen Schatz zu kümmern. Vor allem, wenn die Eltern gleich nach dem Mutterschutz oder nach der Elternzeit wieder in den Beruf einsteigen möchten.

In den vertrauensvollen und liebevollen Händen der Tagesmutter, in der Kinderkrippe und im Kindergarten sind die neuen Erdenbürger, die kleinen Forscher und Entdecker gut aufgehoben, lernen neue Freunde kennen und werden von geschulten Fachkräften herzlich betreut. Bei einigen Familien übernehmen auch Verwandte, wie die Oma oder Tante die Betreuung der Kinder. Damit Mama und Papa arbeiten und Geld verdienen können.

Die daraus entstehenden Kinderbetreuungskosten können unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer abgesetzt werden.

Zu den Kinderbetreuungskosten zählen (wie der Name schon sagt) alle Aufwendungen, die berufstätige Eltern für die Betreuung ihrer Kinder haben. Die Inanspruchnahme einer Tagesmutter, die Nutzung eines Kitaplatzes, die Unterstützung von Au-pairs und Babysittern … alle Ausgaben die daraus entstehen, können zum Teil von der Steuer abgesetzt werden.

Für die Betreuung können auch Großeltern oder Verwandte herangezogen werden, jedoch ist es auch hier empfehlenswert einen Vertrag abzuschließen.
Denn die Ausgaben für die Kinderbetreuung müssen in der Steuerklärung belegt und nachgewiesen werden. Die Höhe der Kinderbetreuungskosten, die Sie steuerlich geltend machen können, ist abhängig vom jeweiligen Lebensmodell.

Leider ist auch in puncto Kinderbetreuungskosten das Steuergesetz, durch viele Sonderregelungen, Ausnahmefällen und Änderungen in den letzten Jahren relativ kompliziert und unübersichtlich. Demzufolge profitieren Alleinerziehende am meisten. Somit kommen Ehepaare, bei denen ein Elternteil zu Hause ist, eher schlechter weg.

Gerne geben wir Ihnen an dieser Stelle einen kleinen Überblick zum Thema Kinderbetreuungskosten und Steuer:

Bis einschließlich zum Veranlagungszeitraum 2011 unterscheidet das Gesetz zwischen Alleinerziehenden und Paaren, bei denen beide berufstätig sind sowie Paaren, bei denen nur einer arbeitet. Dabei dürfen für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren zwei Drittel der Betreuungskosten (jedoch maximal 4.000 Euro) in der Steuererklärung berücksichtigt werden … und zwar je nach Gruppe entweder als Werbungskosten oder als Sonderausgaben.

Ab dem Veranlagungszeitraum 2012 wird bei der Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten auf die Unterscheidung der persönlichen Anspruchsvoraussetzungen der Eltern verzichtet. Denn ab dieser Zeit werden die Kinderbetreuungskosten einheitlich als Sonderausgaben abgezogen. Die Höhe der Beträge bleibt jedoch unverändert.

Durch die Behandlung als Sonderausgaben werden Kinderbetreuungskosten grundsätzlich nicht mehr bei der Ermittlung der Einkünfte berücksichtigt, sondern erst bei der Ermittlung des Einkommens in der Steuererklärung vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen (§ 2 Abs. 4 EStG).

Soweit die außersteuerliche Rechtsnormen an steuerliche Einkommensbegriffe anknüpfen (beispielsweise § 14 Abs. 1 Wohngeldgesetz oder kommunale Gebührensatzungen für die Ermittlung von Kindergarten- oder Schulgebühren) könnte dies zu nachteiligen Folgewirkungen außerhalb des Steuerrechts führen.
Aber durch die Einführung des neuen § 2 Abs. 5a Satz 2 EStG werden derartige Auswirkungen auf außersteuerliche Rechtsnormen vermieden.

Bei Kinderbetreuungskosten für Kindern bis zu 14 Jahren gilt:

Wenn beide Eltern arbeiten oder man Alleinerziehend ist können bis zu 4.000 Euro der Betreuungskosten geltend gemacht werden. In Familien, in denen es nur einen Alleinverdiener gibt, weil einer der Ehepartner zu Hause bleibt, um für den Nachwuchs da zu sein kann dieser Vorteil nicht genutzt werden.

Nun ist es möglich, Betreuungskosten, die im eigenen Haushalt entstehen, über die Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen steuerlich abzusetzen.
Hinweis: Diese Möglichkeit können Doppelverdiener, die bereits Kinderbetreuungskosten geltend machen, nicht mehr in Anspruch nehmen.

Steuertipp für Familien: Vergessen Sie nicht, sich gleich nach der Geburt den Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte (entweder bei der Mutter oder beim Vater) eintragen zu lassen.

Eine ausführliche Beratung zu Kinderfreibetrag, Kinderbetreuungskosten und Steuererklärung erhalten Sie von den Berater/innen des Aktuell Lohnsteuerhilfeverein im Rahmen einer Mitgliedschaft. Steuerhilfe Beratungsstellen, deren Leiter speziell in der steuerlichen Betreuung von Arbeitnehmern geschult sind, finden Sie in ganz Deutschland … einmal auch in Ihrer Nähe.

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