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Steueränderungen 2018 – was ändert sich im neuen Jahr?

Steueränderungen 2018 – was ändert sich im neuen Jahr?

Wie auch im Jahr 2017 stehen für das neue Jahr 2018 wieder Steueränderungen an. Verschaffen Sie sich einen kurzen Überblick über die Steueränderungen 2018, um Ihre Zeit hinsichtlich Steuern und Ihrer Finanzen zu schonen.

Ein Überblick über die Steueränderungen 2018

Was hat sich im Vergleich zum Jahr 2017 im Bereich Steuern für Arbeitnehmer, Rentner und Mitglieder des Lohnsteuerhilfevereins verändert?

Neben der Verlängerung der Abgabefristen für Steuererklärungen, der veränderten Festsetzung von Verspätungszuschlägen und Erhöhung der Freibeträge ist auch die geplante vereinfachte Bearbeitung durch die Finanzbehörden im Rahmen der Steueränderungen 2018 für Sie von Bedeutung.

Steueränderung Nr. 1: Abgabefristen für Steuererklärungen

Für das Steuerjahr 2018 wurden neue Abgabefristen für Steuererklärungen beschlossen. Anstatt wie derzeit bis zum 31.05. des Folgejahres, kann dann eine Abgabe der Steuer bis zum 31.07. erfolgen, auch wenn Sie sich nicht steuerlich vertreten lassen. Ist ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein mit der Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung beauftragt, können diese Ihre Steuererklärung sogar bis zum 28.02. des nachfolgenden Jahres abgeben. Bisher bestand hier nur eine Frist bis zum 31.12. Allerdings gelten diese neuen Fristen noch nicht für die Einkommensteuer 2017, die Sie ab Januar 2018 abgeben können. Die neuen Fristen gelten erstmalig für die Abgabe der Einkommensteuer 2018. Diese kann also bis zum 31.07.2019 abgegeben werden, wenn Sie sie selbst erstellen. Beauftragen Sie als Arbeitnehmer den Lohnsteuerhilfeverein mit Ihrer Steuer muss eine Abgabe sogar erst bis zum 28.02.2020 erfolgen. Zu bedenken bleibt allerdings: trotz der Steueränderungen 2018 benötigt auch Ihr steuerlicher Berater eine angemessene Zeit zur Bearbeitung. Lassen Sie sich also frühzeitig beraten und händigen Sie alle erforderlichen Unterlagen aus.

Einen passenden Berater unseres Lohnsteuerhilfevereins finden Sie über unsere PLZ-Suche.

Steueränderung Nr. 2: Verspätungszuschläge

Bestandteil der Änderungen in 2018 ist allerdings auch das schnellere Festsetzen von Verspätungszuschlägen. Sofern Sie also die Frist verpasst und den Abgabetermin nicht eingehalten haben, müssen Sie sofort mit Verspätungszuschlägen rechnen. Bei der Einkommensteuererklärung beträgt dieser für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25 Prozent der Steuernachzahlung, mindestens jedoch ein Betrag von 25 Euro. Diese Zahlung ist leider sogar dann zu leisten, wenn eine Festsetzung mit „Null“ erfolgt oder Sie gar eine Steuererstattung erhalten.

Steueränderung Nr. 3: Freibeträge

Ihr Grundfreibetrag, also der Betrag, der Ihr Existenzminimum absichert und daher steuerfrei bleibt, erhöht sich infolge der Steueränderungen 2018 im Vergleich zu 2017 ebenfalls. Als Lediger dürfen Sie als Arbeitnehmer im Jahr 2018 einen Betrag von 9.000 Euro steuerfrei verdienen, als Verheirateter bei Zusammenveranlagung 18.000 Euro. Von dieser Erhöhung der Freibeträge profitieren Sie direkt und müssen dadurch weniger Steuern zahlen.

Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag

Sofern Sie Kinder haben, steigen auch hier die Begünstigungen in 2018. Der Kinderfreibetrag beträgt 2018 3.714 Euro für jeden Elternteil, insgesamt bleiben somit 7.428 Euro im gesamten Jahr für jedes Kind steuerfrei. Aber auch das Kindergeld steigt. Es beträgt 2018 für das erste und zweite Kind jeweils 194 Euro, für das dritte 200 Euro und ab dem vierten Kind jeweils 225 Euro. Im Vergleich zum Jahr 2017 haben sich die Beträge somit um jeweils 4 Euro erhöht.

Das Finanzamt erspart Ihnen hier mühsame Berechnungen. Im Rahmen der Günstigerprüfung wird die finanziell für Sie vorteilhaftere Variante ermittelt. Das Kindergeld haben Sie bei der Erstellung der Einkommensteuer ja bereits erhalten; ist der Kinderfreibetrag günstiger, wird dieser Vorteil bei der Veranlagung zu Ihren Gunsten noch berücksichtigt.

Steueränderung Nr. 4: Vereinfachte Bearbeitung

Infolge der Änderungen in 2018 soll dem Finanzamt aber auch eine vereinfachte Bearbeitung der Steuererklärungen ermöglicht werden und diese soweit als möglich automatisch erfolgen.

Auch die bereits eingeführte vorausgefüllte Steuererklärung wird im Zug der Steueränderungen 2018 weiter ausgebaut. Ebenso soll im Jahr 2018 eine Ausweitung der Datenübertragung und der Kommunikation mit dem Finanzamt erfolgen. Eine einfachere Änderung der Steuerbescheide aufgrund Schreib- oder Rechenfehler ist dann ebenfalls möglich.

Weitere Beiträge unseres Steuerblogs:

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