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Die Lohnsteuerklassen – schnell erklärt im Überblick

Die Lohnsteuerklassen – schnell erklärt im Überblick

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Die Lohnsteuerklasse ist ausschlaggebend für die Höhe der einbehaltenen Lohnsteuer und das ausgezahlte Nettogehalt. Da der Nettolohn wiederum die Berechnungsgrundlage für diverse Lohnersatzleistungen darstellt, kann eine ungünstige Steuerklassenkombination in diesen Bereichen durchaus Einbußen mit sich bringen. In unserem heutigen Blog wollen wir Ihnen übersichtlich und vor allem gut verständlich den Unterschied der verschiedenen Lohnsteuerklassen erklären.

Übersicht der Steuerklassen:

Steuerklasse 1

Die Steuerklasse 1 gilt für alle Ledigen, getrenntlebenden oder geschiedenen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Wichtig: Auch wenn Sie noch nicht geschieden sind, aber schon zwei unterschiedliche Wohnsitze haben, müssen Sie in die Steuerklasse 1 wechseln!

Steuerklasse 2

Sie ist für alle Alleinerziehende vorgesehen, die einen Anspruch auf den Entlastungsbetrag haben. Auch 2020 liegt der Entlastungsbetrag bei einem Kind jährlich bei 1.908 Euro; für jedes weitere Kind gibt es 240 Euro zusätzlich.

Achtung aufgepasst: Der Entlastungsbetrag wird automatisch immer nur für ein Kind berücksichtigt, also mit 1.908 Euro. Der Freibetrag für weitere Kinder muss beim örtlichen Wohnsitzfinanzamt zusätzlich gestellt werden.

Steuerklasse 3

Diese Steuerklasse ist für den besserverdienenden Partner einer Ehe oder eingetragenen Partnerschaft gedacht. Der Partner mit einem deutlich niedrigeren Einkommen wechselt dann automatisch in die Steuerklasse 5.

Achtung: Das lohnt sich nur, wenn ein deutlicher Einkommensunterschied vorliegt!

Steuerklasse 4

Sie wird automatisch angenommen, wenn Ehepartner nichts angeben. Sie ist für alle diejenigen sinnvoll, die beim Einkommen keine großen Unterschiede aufweisen. Also für Partner, die ähnlich viel verdienen.

Steuerklasse 4 mit Faktor

Seit dem Jahr 2009 gibt es diese Möglichkeit noch zusätzlich. Hier berücksichtigt das Finanzamt den Splittingvorteil bereits während des Jahres. Das heißt konkret: Das Finanzamt errechnet im Vorfeld die voraussichtliche Steuerschuld des Paares für das ganze Jahr. Diese wird dann durch 12 geteilt und monatlich als Lohnsteuer einbehalten. Das vermeidet Steuernachzahlungen.

Steuerklasse 5

Sie ist das Gegenstück zur Lohnsteuerklasse 3 (siehe oben).

Steuerklasse 6

Diese kommt nur zum Tragen, wenn ein Arbeitnehmer zwei Jobs ausübt. Er muss dann einen Job auf diese Lohnsteuerklasse anmelden. Leider sind hier die Abzüge am höchsten. Ein Ausgleich erfolgt mit der Einkommensteuererklärung.


Sie haben noch Fragen zu den verschiedenen Lohnsteuerklassen oder zu anderen steuerlichen Themen? Dann wenden Sie sich mit gutem Gewissen an den Lohnsteuerhilfeverein e.V. – wir helfen gerne. Jetzt Berater finden!

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