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Nichtveranlagungsbescheinigung

Was ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung?

Zwar handelt es sich bei der Nichtveranlagungsbescheinigung um einen mehr als sperrigen Begriff, aber diese kann Ihnen als Steuerpflichtigen das Leben deutlich erleichtern. Das gilt beispielsweise dann, wenn Sie zwar höhere Kapitalerträge beziehen, sonst aber nur über ein niedriges zu versteuerndes Einkommen verfügen. Denn die Bank wäre verpflichtet, die Kapitalertragsteuer einzubehalten und Sie könnten sich diese erst im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung zurückholen. Besonders interessant kann eine NV-Bescheinigung für Rentner sein, wenn nur ein Teil der Rente der Besteuerung unterliegt. Entscheidend ist, ob Sie den Grundfreibetrag überschreiten, wobei auch Freibeträge und Sonderausgaben zu berücksichtigen sind. Manchmal hilft auch bereits ein Freistellungsauftrag an die Bank.

Steuerlexikon: Nichtveranlagungsbescheinigung

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Rentner

Sofern Sie Rentner sind und Ihre Kapitalerträge einen Betrag in Höhe von 801 Euro als Lediger oder 1.602 Euro als Verheiratete nicht übersteigt, können Sie gegenüber Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag in dieser Höhe erteilen und müssen dann keine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Denn die Bank berücksichtigt dann den Freibetrag für Sparer und nimmt keinen Abzug für die Kapitalertragssteuer vor. Sofern der Freibetrag überschritten ist, Ihr Einkommen aber unter dem Grundfreibetrag liegt, können Sie die NV-Bescheinigung beantragen und ihrer Bank vorlegen. Der Antrag auf Nichtveranlagung ist auf dem amtlichen Formular zu stellen und an das für Ihren Wohnsitz zuständige Finanzamt zu richten.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag beläuft sich für das Jahr 2017 auf 8.820 Euro bzw. 17.640 Euro und für das Jahr 2018 auf 9.000 Euro bzw. 18.000 Euro. Der Grundfreibetrag soll das Existenzminimum für jeden Steuerpflichtigen sicherstellen. Für diesen Teil des Einkommens müssen Sie also keine Steuern zahlen. Sofern Sie kein darüberhinausgehendes Einkommen haben sollten, der Freibetrag für Sparer jedoch überschritten wurde, bewahrt Sie die Nichtveranlagungsbescheinigung vor einem Steuerabzug.

Sonderausgaben

Bei der Berechnung des Grundfreibetrags ist zu beachten, dass Sie beispielsweise bei Ihren steuerpflichtigen Einnahmen die damit in Zusammenhang stehenden Werbungskosten abziehen dürfen. Auch Sonderausgaben, wie Kirchensteuer, Beiträge zur Haftpflichtversicherung, Spenden und Eigenanteile zur Kranken- und Pflegeversicherung können Sie steuerlich absetzen. Das gleiche gilt für angefallene außergewöhnliche Belastungen, wie Pauschbeträge für Behinderte, Krankheitskosten oder Aufwendungen für Haushaltshilfen. Geprüft wird, ob das Ergebnis dieser Berechnung den Grundfreibetrag übersteigt. Eine Nichtveranlagungsbescheinigung ist aber vor allem für Sie als Rentner interessant, weil Ihre Rente nicht der vollen Steuerpflicht unterliegt. Die Nichtveranlagungsbescheinigung gilt für maximal drei Jahre, wenn sich Ihre Einkommensverhältnisse nicht grundlegend ändern.

Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen

Die NV-Bescheinigung können Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt beantragen. Das Formular zur Beantragung stellt das Bundesministerium der Finanzen online zum Download zur Verfügung. Hier geht’s zum Download.

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