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Nichtveranlagungsbescheinigung

Was ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung?

Die Nichtveranlagungsbescheinigung ist ein Dokument, mit dem das Finanzamt bescheinigt, dass für eine bestimmte Person die Veranlagung zur Einkommensteuer nicht in Betracht kommt. Die Nichtveranlagungsbescheinigung kann bei Kreditinstituten vorgelegt werden, wodurch diese keine Kapitalertragsteuer einbehalten.

Antrag der Nichtveranlagungsbescheinigung
Gültigkeit der Bescheinigung
Rentner
Grundfreibetrag
Sonderausgaben

Steuerlexikon: Nichtveranlagungsbescheinigung

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Antrag der Nichtveranlagungsbescheinigung

Die NV-Bescheinigung kann beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Der Antrag auf Nichtveranlagung ist auf dem amtlichen Formular zu stellen. Das Formular zur Beantragung stellt das Bundesministerium der Finanzen online zum Download zur Verfügung.

Gültigkeit der Bescheinigung

Die Nichtveranlagungsbescheinigung gilt für maximal drei Jahre, wenn sich die Einkommensverhältnisse nicht grundlegend ändern.

Rentner

Sofern die Kapitalerträge von Rentnern einen Betrag in Höhe von 801 Euro als Ledige oder 1.602 Euro als Verheiratete nicht übersteigen, kann gegenüber der Bank ein Freistellungsauftrag in dieser Höhe erteilt werden und man muss keine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Denn die Bank berücksichtigt dann den Freibetrag für Sparer und nimmt keinen Abzug für die Kapitalertragssteuer vor.

Sofern der Freibetrag überschritten ist, das eigene Einkommen aber unter dem Grundfreibetrag liegt, kann die NV-Bescheinigung beantragt und der Bank vorgelegt werden.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag soll das Existenzminimum für jeden Steuerpflichtigen sicherstellen. Für diesen Teil des Einkommens müssen also keine Steuern gezahlt werden. Sofern kein darüberhinausgehendes Einkommen vorhanden ist, der Freibetrag für Sparer jedoch überschritten wurde, bewahrt die Nichtveranlagungsbescheinigung vor einem Steuerabzug.

Sonderausgaben

Bei der Berechnung des Grundfreibetrags ist zu beachten, dass beispielsweise bei den steuerpflichtigen Einnahmen, die damit in Zusammenhang stehenden Werbungskosten abgezogen werden dürfen. Auch Sonderausgaben und angefallene außergewöhnliche Belastungen werden steuerlich berücksichtigt.

Geprüft wird, ob das Ergebnis dieser Berechnung den Grundfreibetrag übersteigt. Eine Nichtveranlagungsbescheinigung ist aber vor allem für Rentner interessant, weil die Rente nicht der vollen Steuerpflicht unterliegt.

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