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Steuer Tipp: Pendlerpauschale

Steuer Tipp: Pendlerpauschale

Welches Verkehrsmittel benutzen Sie, um von der Wohnung zur Arbeit zu pendeln? Das Auto, das Motorrad, den Bus, die Bahn? Oder nutzen Sie den Arbeitsweg für Aktivität und Bewegung an der frischen Luft und gehen zu Fuß oder bringen Ihren Kreislauf beim Fahrradfahren in Schwung? Vielleicht liegt Ihre Arbeitsstätte auch „in Übersee“ und Sie genießen zum Start in den Arbeitstag und zum Feierabend eine Bootsfahrt. Wie auch immer Sie Ihren täglichen Arbeitsweg beschreiten:

Die anfallenden Ausgaben dafür können Sie über die Pendlerpauschale in der Steuererklärung als Werbungskosten absetzen.

Der Vorläufer der heutigen Pendlerpauschale (Entfernungspauschale) wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt. Damals konnten Arbeitnehmer, die öffentliche Verkehrsmittel benutzten, die Kosten für die Fahrkarten steuerlich absetzen. Mitte der fünfziger Jahre wurden auch die Fahrtkosten mit dem Auto als Aufwandsentschädigung anerkannt.

Seitdem hat die Pendlerpauschale immer wieder Neuerungen erlebt. Heute gilt Sie für die Fortbewegung mit dem Auto, Bus, Bahn, Motorrad, Schiff, Fahrrad, zu Fuß oder auch in einer Fahrgemeinschaft. Sinn und Zweck der Pendlerpauschale ist eine steuerliche Aufwandsentschädigung für den täglichen Weg zur Arbeit und zurück. Für jeden zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zurückgelegten Kilometer gibt es vom Staat 0,30 Euro.

Die Entfernungspauschale kann selbstverständlich nur für die Tage angesetzt werden, an denen der Arbeitnehmer den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte tatsächlich zurückgelegt hat. Sie gilt nur für eine Fahrt pro Tag, auch wenn zusätzliche Fahrten durchgeführt wurden. Berücksichtigt werden zudem nur die vollen Kilometer der einfachen Entfernung. Damit sind Hin- und Rückfahrt abgegolten.

Es gilt eine Höchstgrenze von 4.500 Euro im Kalenderjahr, die in der Steuererklärung als Werbungskosten abgesetzt werden können. Allerdings kann unter bestimmten Voraussetzungen ein höherer Betrag geltend gemacht werden, soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder zur Nutzung überlassenen Kraftwagen benutzt hat oder im Falle von öffentlichen Verkehrsmitteln höhere Aufwendungen glaubhaft machen oder nachweisen kann.

Ab dem Veranlagungszeitraum 2012 wurde das Wahlrecht bei der Pendlerpauschale eingeschränkt.

Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel können angesetzt werden, soweit sie den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen.

Damit soll auch die Vergleichsrechnung zwischen Entfernungspauschale und tatsächlich entstandenen Kosten (entsprechend der Begrenzung der Entfernungspauschale auf 4.500 Euro) für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel jahresbezogen vorgenommen werden.

Es wird lediglich die tageweise Günstigerprüfung* ausgeschlossen, nicht aber die Berücksichtigung der tatsächlichen Aufwendungen für die öffentlichen Verkehrsmittel generell.

*Bei einer Günstigerprüfung wird in Fällen, in denen der Steuerpflichtige ein Wahlrecht hat, vom Finanzamt eine Überprüfung durchgeführt. Damit soll festgestellt werden, mit welcher der möglichen Varianten der Steuerpflichtige besser gestellt ist. Diese günstigere Variante wird dann bei der Festlegung der Steuer zugrunde gelegt.

Weitere Informationen über die Pendlerpauschale geben Ihnen gerne die Berater/innen vom Aktuell Lohnsteuerhilfeverein. Gerne helfen sie Ihnen auch dabei, die in der Steuererklärung absetzbaren Werbungskosten für die Entfernungspauschale zu berechnen. Rufen Sie einfach an bei der Lohnsteuerberatungsstelle in Ihrer Nähe.

Hier geht’s zum hilfreichen Pendlerpauschale-Rechner

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