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Minijob

Was ist ein Minijob?

Minijob

Auch wenn Sie einen Minijob ausüben, sind Sie arbeitsrechtlich als Arbeitnehmer anzusehen. Sie unterfallen den Regelungen über den Kündigungsschutz, erhalten Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und haben Anspruch auf Erholungsurlaub. Die Regelungen zum Mindestlohn sind auf Sie anwendbar. Der Minijob unterfällt bestimmten Grenzen, das Arbeitsentgelt überschreitet einen bestimmten Höchstbetrag nicht oder das Arbeitsverhältnis ist nur von kurzer Dauer. Die Abzüge errechnet und nimmt Ihr Arbeitgeber vor. Hier bestehen Unterschiede, je nachdem, ob Sie im gewerblichen Bereich tätig sind oder im Privathaushalt. Auch die Lohnsteuer kann Ihr Arbeitgeber pauschal abführen. Sie können auch mehrere Minijobs nebeneinander ausführen.

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Höhe des Verdienstes

Bei einem 450-Euro-Minijob dürfen Sie – wie der Name schon sagt – monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Im ganzen Jahr erzielen Sie somit bis zu 5.400 Euro. Wenn Sie diese Grenze überschreiten, befinden Sie sich in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Insbesondere die einmaligen Zahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld zählen zu Ihrem Verdienst als Minijobber und können unbeabsichtigt zur Überschreitung der Grenzen führen. Ihre steuerfreien Einnahmen, wie Nachtarbeitszuschläge oder Sonn- und Feiertagszuschläge zählen demgegenüber nicht zu Ihrem regelmäßigen Verdienst und bleiben außen vor.

Angaben und Abgaben beim Minijob

Ihr Arbeitgeber meldet Sie bei der Minijob-Zentrale an, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Die Meldung muss mit der ersten Abrechnung, spätestens jedoch nach sechs Wochen erfolgen. In Branchen mit einem hohen Risiko für illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit muss zusätzlich noch eine Sofortmeldung erfolgen, also z.B. im Bau- und Gaststättengewerbe, bei der Gebäudereinigung oder in der Fleischwirtschaft. Auch eine Meldung bei der gesetzlichen Unfallversicherung nimmt Ihr Arbeitgeber vor. Im gewerblichen Bereich trägt Ihr Arbeitgeber dann pauschale Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, zur gesetzlichen Unfallversicherung, Umlagen und Steuern. Sie als Minijobber müssen dann noch einen geringen Prozentsatz Rentenversicherung von Ihrem Verdienst tragen. Im Privathaushalt zahlt Ihr Arbeitgeber geringere Beiträge. Bei kurzfristigen Minijob-Verhältnissen reduzieren sich die Abgaben.

Lohnsteuer beim Minijob

Ihr Arbeitgeber hat die Möglichkeit, den Minijob pauschal mit 2 % versteuern zu lassen. Diese einheitliche Pauschalsteuer kann der Arbeitgeber zusammen mit den übrigen Abgaben an die Minijob-Zentrale abführen. Diese geringe Steuer wird bei Ihnen als Arbeitnehmer in der Einkommensteuer dann nicht mehr berücksichtigt. Sie können daher auch keine Aufwendungen als Werbungskosten geltend machen. Allerdings hat Ihr Arbeitgeber auch die Möglichkeit, diese Pauschalsteuer von Ihrem Verdienst abzuziehen. Hiermit müssen Sie jedoch einverstanden sein, da dies eine arbeitsrechtliche Vereinbarung wäre.

Mehre Beschäftigungen im Minijob

Ein Minijob können Sie neben einer Haupttätigkeit ausüben. Liegt eine solche versicherungspflichtige Haupttätigkeit nicht vor, können Sie auch mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausführen, wenn dieser Betrag insgesamt nicht überschritten wird.

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