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Minijob

Was ist ein Minijob?

Minijob

Ein Minijob ist ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis, bei dem der Arbeitnehmer im Monat höchstens 450 Euro beziehen oder einen Arbeitseinsatz von maximal 70 Tagen pro Kalenderjahr nicht überschreiten darf.

Wer einen Minijob ausübt, ist arbeitsrechtlich als Arbeitnehmer anzusehen. Bei einem Minijob gelten allerdings bestimmte Grenzen, was das Arbeitsentgelt oder die Dauer des Arbeitsverhältnisses angeht.

Allgemeine Regelungen und Grenzen
Höhe des Verdienstes
Mehrere Beschäftigungen im Minijob
Lohnsteuer beim Minijob
Angaben und Abgaben beim Minijob

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 Allgemeine Regelungen und Grenzen

Aufgrund des Status als Arbeitnehmer gelten auch bei Minijobbern die Regelungen zum Kündigungsschutz und zum Mindestlohn, im Krankheitsfall werden Entgeltfortzahlungen getätigt und es besteht Anspruch auf Erholungsurlaub. Minijobs unterliegen allerdings bestimmten Grenzen: Für das Arbeitsentgelt besteht eine Höchstgrenze von 450 Euro im Monat oder der Arbeitseinsatz darf 70 Tage pro Kalenderjahr nicht überschreiten.

Höhe des Verdienstes

Wie bereits erklärt, darf man bei einem 450-Euro-Minijob monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Im ganzen Jahr erzielt man somit bis zu 5.400 Euro. Wer diese Grenze überschreitet, befindet sich in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Insbesondere die einmaligen Zahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld zählen zum Verdienst als Minijobber und können unbeabsichtigt zur Überschreitung der Grenzen führen. Steuerfreie Einnahmen, wie Nachtarbeitszuschläge oder Sonn- und Feiertagszuschläge zählen demgegenüber nicht zum regelmäßigen Verdienst und bleiben außen vor.

Mehrere Beschäftigungen im Minijob

Ein Minijob kann neben einer Haupttätigkeit ausgeübt werden. Liegt eine solche versicherungspflichtige Haupttätigkeit nicht vor, können auch mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausgeführt werden, wenn dieser Betrag insgesamt nicht überschritten wird.

Angaben und Abgaben beim Minijob

Arbeitgeber melden ihre Arbeitnehmer bei der Minijob-Zentrale an, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Die Meldung muss mit der ersten Abrechnung, spätestens jedoch nach sechs Wochen erfolgen. In Branchen mit einem hohen Risiko für illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit muss zusätzlich noch eine Sofortmeldung erfolgen, also z. B. im Bau- und Gaststättengewerbe, bei der Gebäudereinigung oder in der Fleischwirtschaft. Auch eine Meldung bei der gesetzlichen Unfallversicherung nehmen die Arbeitgeber vor.

Im gewerblichen Bereich trägt der Arbeitgeber dann pauschale Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, zur gesetzlichen Unfallversicherung, Umlagen und Steuern. Die Minijobber müssen dann noch einen geringen Prozentsatz Rentenversicherung vom eigenen Verdienst tragen. Im Privathaushalt zahlt der Arbeitgeber geringere Beiträge. Bei kurzfristigen Minijob-Verhältnissen reduzieren sich die Abgaben.

Lohnsteuer beim Minijob

Arbeitgeber haben die Möglichkeit, Minijobs pauschal mit 2 % versteuern zu lassen. Diese einheitliche Pauschalsteuer kann der Arbeitgeber zusammen mit den übrigen Abgaben an die Minijob-Zentrale abführen. Diese geringe Steuer wird beim Arbeitnehmer in der Einkommensteuer dann nicht mehr berücksichtigt. Aufgrund dessen können auch keine Aufwendungen als Werbungskosten geltend gemacht werden. Allerdings haben die Arbeitgeber auch die Möglichkeit, diese Pauschalsteuer vom Verdienst abzuziehen. Hiermit müsste man sich jedoch als Arbeitnehmer einverstanden erklären, da dies eine arbeitsrechtliche Vereinbarung wäre.

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