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Wie lange dauert der Steuerbescheid?

Wie lange dauert der Steuerbescheid?

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Die Steuererklärung ist endlich eingereicht und dann stellt sich die Frage: Wie lange dauert der Steuerbescheid? Wenn die Steuererklärung einmal beim Finanzamt ist, haben Sie vorerst alles gemacht, um bald Ihren Steuerbescheid in den Händen zu halten.

Da haben Sie sorgfältig alle Belege zusammengetragen, sortiert und Ihre Steuererklärung selbst erstellt. Oder Sie haben einen Termin bei Ihrem Lohnsteuerhilfeverein vereinbart und Ihre Steuererklärung den Experten überlassen. Ihr steuerlicher Berater hat die Einkommensteuererklärung erstellt und eine erfreuliche Steuererstattung errechnet. Dann wurde die Steuererklärung schließlich beim Finanzamt eingereicht.

Von der Abgabe der Steuererklärung bis zum Steuerbescheid

Nun stellen sich automatisch die Fragen, wie lange braucht das Finanzamt, wie lange dauert der Steuerbescheid? Wie lange muss ich auf meine Steuererstattung warten? Und ob und wie können Sie selbst Einfluss auf die Länge dieser Wartezeit nehmen.

Inhalt:

Fristen des Finanzamtes

Den Finanzämtern ist eine Frist von 6 Monaten für die Bearbeitung einer Steuererklärung gesetzt. So lange haben die örtlichen Mitarbeiter Zeit den entsprechenden Steuerbescheid zu erstellen und zu versenden. Gibt es allerdings während der Bearbeitung Unklarheiten oder Rückfragen, verlängert sich der Zeitraum entsprechend.

Sie werden Ihrem Finanzamt anhand Ihres Wohnortes zugewiesen, demzufolge haben Sie hier keinen Entscheidungsspielraum. Auch wenn die Mitarbeiter eines anderen Finanzamtes vermeintlich schneller arbeiten, müssen Sie Ihre Steuererklärung weiterhin bei dem für Sie zuständigen Amt abgeben.

Im Durchschnitt beträgt die Bearbeitungszeit circa 50 Tage. Reichen Sie Ihre Steuererklärung allerdings erst kurz vor Ablauf der Abgabefrist ein, wird sich Ihre Wartezeit wahrscheinlich verlängern, da die Personalauslastung zu dieser Zeit üblicherweise sehr hoch ist.

Zeitpunkt der Abgabe der Steuererklärung

Insofern Sie dazu verpflichtet sind eine Steuererklärung abzugeben, müssen Sie auch gewisse Fristen einhalten. Seit dem Steuerjahr 2018 haben Sie bis zum 31.07. des Folgejahres Zeit Ihre Steuererklärung abzugeben, davor war der Stichtag bereits am 31.05. des Folgejahres. Wie oben bereits erläutert, sollten Sie es vermeiden Ihre Steuererklärung erst kurz vor Ablauf Ihrer Abgabefrist einzureichen, wenn Sie Ihre Rückerstattung möglichst früh erhalten möchten.

Der beste Abgabezeitpunkt für Sie ist im März. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Ämter bereits die Möglichkeit die erforderliche neue Software zu installieren und Ihr Arbeitgeber konnte die benötigten Daten auch übermitteln. Zu diesem Zeitpunkt verfügen Sie selbst wahrscheinlich auch über alle erforderlichen Belege und können alle Dokumente auf einmal versenden, wodurch sich Nachfragen seitens des Finanzamtes vermeiden lassen.

Elektronische Abgabe per Elster beschleunigt die Bearbeitung

Sie haben zwei verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, um Ihre Steuererklärung abzugeben. Einerseits können Sie die wohl altbekannten grünen Bögen der Finanzämter ausfüllen und zusammen mit Ihren Belegen in Papierform abgeben oder postalisch versenden. Seit einigen Jahren steht Ihnen zusätzlich die Möglichkeit zur Verfügung Ihre Steuererklärung elektronisch über www.elster.de zu erstellen und auch elektronisch zu übermitteln.

Die Wahl der Abgabeform hat einen großen Einfluss auf die Bearbeitungszeit, da man dank der elektronischen Übermittlung mit einer vorgezogenen Bearbeitung rechnen kann. Im Gegenzug rutschen die Steuererklärungen in Papierform in der Warteschlage weiter nach hinten und Sie müssen folglich auch länger auf Ihren Steuerbescheid warten.

Tipp: Lohnsteuerhilfevereine übermitteln Ihre Steuererklärung nur noch ausschließlich elektronisch an das Finanzamt. Somit können Sie sich als Mitglied im Lohnsteuerhilfeverein diesen Vorteil sichern.

Finden Sie jetzt gleich eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe und werden Sie Mitglied.

Eigene Mitwirkung – schnell reagieren lohnt sich

Ist Ihre abgegebene Steuererklärung nun endlich in Bearbeitung, kann es trotz aller Sorgfalt bei der Erstellung dazu kommen, dass Unklarheiten aufkommen. Bei Rückfragen oder Anforderungen zusätzlicher Belege durch das Finanzamt können Sie wieder selbst handeln. Am besten beantworten Sie die Fragen möglichst zügig, um den Arbeitsfluss des Finanzbeamten nicht länger als nötig zu unterbrechen.

Wann erhalten Sie die Lohnsteuererstattung?

Jetzt haben wir richtig gute Nachrichten für Sie. Sobald Sie Ihren Steuerbescheid in den Händen halten, ist die ganze Arbeit geschafft und es geht nun alles ganz schnell. Das Finanzamt überweist das Geld zeitgleich mit der Versendung des Einkommenssteuerbescheides auf Ihr Konto. Sie können also bereits in den nächsten Tagen damit rechnen Ihre ersehnte Steuerrückzahlung zu erhalten.

Unsere Tipps

Wir können Ihnen nun also 4 Tipps an die Hand geben, um die Bearbeitungszeit Ihrer Steuererklärung beim Finanzamt künftig zu verkürzen:

  1. Der beste Zeitpunkt für die Abgabe der Steuererklärung für Sie ist im März.
  2. Geben Sie Ihre Steuererklärung vollständig und mit allen erforderlichen Belegen ab, um Rückfragen seitens des Finanzamtes zu vermeiden.
  3. Übermitteln Sie Ihre Steuererklärung elektronisch per ELSTER.
  4. Beantworten Sie Nachfragen seitens des Finanzamtes zügig und reichen Sie fehlende Belege schnell nach.

 

Unser letzter Tipp für Sie sind unsere ausgezeichneten Steuerexperten in den Beratungsstellen unseres Lohnsteuerhilfevereines. Sie übernehmen nicht nur die Erstellung der Steuererklärung für Sie, sondern übermitteln diese auch an das Finanzamt, natürlich auf elektronischem Weg. Sie erhalten ein steuerliches Rundum-Paket, welches auch die gesamte Kommunikation mit dem Finanzamt und die abschließende Prüfung Ihres Steuerbescheides mit einschließt. Dank der Vertretung durch den Aktuell Lohnsteuerhilfeverein e.V. verlängert sich Ihre Abgabefrist bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres ausgehend vom Steuerjahr, wodurch Sie Ihre Steuererklärung auch erst nach der eigentlichen Frist vom 31.07. einreichen können.

Zögern Sie also nicht lange, sondern wenden Sie sich an eine unserer Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

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