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Steuertipps Steuerfreibetrag

Steuertipps Steuerfreibetrag

Steuerfreibetrag eintragen lassen und die Steuerlast minimieren. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich lohnsteuerpflichtige Arbeitnehmer auf der Lohnsteuerkarte einen Steuerfreibetrag eintragen lassen und damit die Steuerbelastung minimieren. Denn bis zu einer bestimmten Höhe des Freibetrags wird keine Steuer fällig, da die Berechnung erst ab dem genannten Betrag beginnt.

Die Höhe vom jeweiligen Steuerfreibetrag wird vom deutschen Gesetzgeber festgelegt und unter Berücksichtigung der Lohn- und Gehaltsentwicklung regelmäßig neu angepasst.

Bis zum 30.11. eines laufenden Jahres können Sie einen Steuerfreibetrag eintragen lassen. Ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte führt zu einer höheren Nettoauszahlung während des Jahres. Allerdings besteht dann automatisch die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung.

Werden diese Eintragung bis zu diesem Datum nicht vorgenommen, bekommt man das Geld erst im Rahmen der Steuererklärung zurückerstattet.

Ein Steuerfreibetrag kann aus mehreren Gründen beantragt werden. Zum Beispiel wenn im Laufe des Jahres Kinderbetreuungskosten, höhere Fahrtkosten zur Arbeit, doppelte Haushaltsführung oder Fortbildungskosten angefallen sind. Aber auch bei negativ erzielten Einkünften.

Eingetragen werden kann ein Steuerfreibetrag dann, wenn er 600 Euro übersteigt. Bei Werbungskosten, die über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro liegen, wird allerdings nur ein Teil angerechnet.

Mit einer Art Mini Steuererklärung können sich Arbeitnehmer mit einem Steuerfreibetrag ein höheres monatliches Netto Einkommen sichern.

Lassen Sie sich dazu Ihre Lohnsteuerkarte vom Arbeitgeber aushändigen. Füllen Sie die eingetragenen Ausgaben in das Formular „Antrag auf Lohnsteuerermäßigung“ aus und reichen Sie beides beim zuständigen Finanzamt ein.
Dort wird der Antrag geprüft, um festzustellen, ob der Steuerfreibetrag wirklich abzugswürdig ist. Ist dies der Fall trägt das Finanzamt den Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte ein und sendet Ihnen diese per Post zurück.

Damit der Arbeitgeber bereits bei der nächsten Gehaltsabrechnung die Lohnsteuer Freibeträge berücksichtigen und Ihnen das neu berechnete Nettogehalt überweisen kann, sollten Sie ihm die Abmeldebescheinigungen und Nachweise so schnell wie möglich wieder zurückgeben.

Stimmt ein Steuerfreibetrag nicht mehr, muss er vom Finanzamt geändert werden.

Haben sich keine Änderungen ergeben zum Vorjahr, müssen Sie nichts weiter veranlassen. Der Arbeitgeber wird dann weiterhin anhand der Eintragungen den Lohnsteuerabzug vornehmen.

Stimmen die Daten nicht mehr, müssen Sie diese beim Finanzamt ändern lassen bzw. teilen Sie das Ihrem Berater sofort mit.

Gerne helfen Ihnen die Berater/innen des Aktuell Lohnsteuerhilfeverein bei Fragen oder Unklarheiten zum Steuerfreibetrag. Auf Wunsch erstellen Ihnen unsere fachkundigen Steuerexperten die kompletten Anträge ohne Aufpreis im Rahmen einer Mitgliedschaft.

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