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Erfolgreiche Einsprüche gegen Steuerbescheide

Erfolgreiche Einsprüche gegen Steuerbescheide

Der Lohnsteuerhilfeverein Hamburg weist darauf hin, dass Einspruchsverfahren gegen Steuerbescheide häufig erfolgreich sind, wie sich aus den aktuellen Zahlen des Bundesfinanzministeriums für das Jahr 2015 ergibt. Demnach wurden ca. 2/3 aller Steuerbescheide, gegen die Einspruch eingelegt wurde, im weiteren Verlauf abgeändert. So wurden 2015 ca. 3,5 Millionen Einsprüche eingelegt, weitere aus den Vorjahren waren noch nicht erledigt. In ca. 65 % der abgeschlossenen Einspruchsverfahren 2015 erhielten die Steuerpflichtigen letztlich günstigere Bescheide.

Lohnsteuerhilfeverein Hamburg: Steuerbescheide immer kritisch prüfen

Angesichts dieser Zahlen empfiehlt der Lohnsteuerhilfeverein Hamburg, die Steuerbescheide nach ihrem Erhalt sofort genau zu überprüfen. Zunächst sollten die Zahlen mit den bei der Erstellung der Steuererklärung angefertigten Berechnungen verglichen werden. Dann wäre ein Blick in die Erläuterungen des Bescheides zu werfen, um festzustellen, inwieweit und warum das Finanzamt von den Angaben der Steuererklärung abgewichen ist. Aber auch hiermit ist es nicht getan. Der Steuerpflichtige kann noch weitere günstige Sachverhalte und Belege berücksichtigen lassen. Dies bleibt im Rahmen des Einspruchsverfahrens möglich, und zwar ohne dass hierfür Kosten anfallen.

Ablauf des Einspruchsverfahrens

Besonders erfreulich beim Einspruchsverfahren ist der Umstand, dass es kostenfrei und einfach ist. Es ist lediglich ein Schreiben ans zuständige Finanzamt zu übersenden, das am besten mit Einspruch bezeichnet wird. Alle Angaben, die zur Einlegung eines Einspruchs benötigt werden, insbesondere das zuständige Finanzamt, seine Adresse und die sonstigen Daten, ergeben sich aus dem zugrundeliegenden Steuerbescheid. Es empfiehlt sich, gleich die Begründung mitzusenden, also den abweichenden Sachverhalt darzustellen und erforderliche Belege beizufügen. Dies ist aber keine Pflicht. Sofern der Einspruch zunächst lediglich zur Fristwahrung eingelegt wird, kann die Begründung anschließend in Ruhe angefertigt und nachgereicht werden. Wenn hier zu viel Zeit vergeht, wird das Finanzamt die Begründung anfordern und hierfür eine Frist setzen. Und sollte sich herausstellen, dass die Abweichungen im Steuerbescheid doch richtig sind, kann der Einspruch kostenfrei zurückgenommen werden, wie der Lohnsteuerhilfeverein Hamburg betont.

Lohnsteuerhilfeverein Hamburg: wichtige Details

Die Einspruchsfrist von einem Monat ist genau einzuhalten. Verspätete Einsprüche, auch wenn die Fristüberschreitung gering ist, wird das Finanzamt nicht mehr bearbeiten. Der Einspruch muss schriftlich erfolgen und kann auch per Fax eingelegt werden, was sich zur Fristwahrung und als Zugangsnachweis empfiehlt. Sofern sich ein vergleichbarer Fall gerade vor dem Bundesfinanzhof befindet, kann unter Hinweis auf dieses Verfahren ein Ruhen des eigenen Einspruchsverfahrens bewirkt werden. Damit kann der Ausgang des BFH-Verfahrens abgewartet werden, worauf der Lohnsteuerhilfeverein Hamburg hinweist. Und ist der Steuerpflichtige mit dem Ausgang des Einspruchsverfahrens nicht einverstanden, kann noch ein Verfahren vor dem Finanzgericht und ggf. vor dem Bundesfinanzgericht eingeleitet werden. Diese sind dann allerdings kostenpflichtig, wie der Lohnsteuerhilfeverein Hamburg zu bedenken gibt.

Fazit: Ein Einspruchsverfahren lohnt sich häufig; denn 2015 haben 2/3 der Einspruchsverfahren ein für den Steuerpflichtigen günstigeren Abschluss gefunden, siehe oben.


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