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Was ist für Berufskraftfahrer bei der Einkommensteuererklärung absetzbar?

Was ist für Berufskraftfahrer bei der Einkommensteuererklärung absetzbar?

Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer und Werbungskosten

Bei der Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer gibt es steuerlich einiges zu beachten. Berufskraftfahrer sind viel unterwegs auf Deutschlands Straßen und Autobahnen z.B. als Fernfahrer einer Spedition oder im Personenverkehr als Busfahrer. Ständig auf Achse zu sein bedeutet aber auch Mehrkosten für beispielsweise den Aufenthalt an Raststätten. Sei es für die Benutzung einer Toilette oder Dusche auf einem Rastplatz oder auch das Geld für eine warme Mahlzeit. Doch aufgepasst! Genau solche Kosten können Sie bei der Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer als Werbungskosten absetzen.

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Fahrtkosten

Berufskraftfahrer üben auch im steuerlichen Sinne eine Fahrtätigkeit aus. Das bedeutet, dass sie im Regelfall keine erste Tätigkeitsstätte haben. Stattdessen wird ihre gesamte Tätigkeit als Auswärtstätigkeit betrachtet. Jedoch gibt es bei der Anerkennung von Fahrtkosten auch folgende Möglichkeit: Und zwar, dass beispielsweise ein Sammelpunkt, also ein dauerhaft festgelegter und typischerweise arbeitstäglich aufgesuchter Ort, mit einer ersten Tätigkeitsstätte gleichgesetzt wird. Dies kann der Fall sein, auch wenn dieser die Kriterien einer ersten Tätigkeitsstätte nicht erfüllt. Das bedeutet, dass sie in ihrer Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer nur die Entfernungspauschale mit 0,30 Euro pro Entfernungskilometer erhalten.

Verpflegungsmehraufwendungen

Bei einer Fahrtätigkeit errechnen sich die Mehraufwendungen für Verpflegung (Spesen) im Regelfall nach dem Zeitraum der Abwesenheit von der Wohnung. In der Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer sind dabei folgende Beträge bei den Werbungskosten ansetzbar:

  • Abwesenheit ab 8 Stunden jeweils 12,- Euro
  • Abwesenheit von 24 Stunden jeweils 24,- Euro

Für die Tätigkeit im Ausland kann es abweichende Beträge geben. Zwar werden die Mehraufwendungen für Verpflegung auf eine Dreimonatsfrist beschränkt. Weil aber bei einer Fahrtätigkeit z.B. von Lkw-Fahrern jede Fahrt eine neue auswärtige Tätigkeit darstellt, beginnt diese dann jeweils auch neu zu laufen.

Übernachtungskosten Berufskraftfahrer – 5,- Euro pro Übernachtung

Der Arbeitgeber darf Übernachtungskosten in tatsächlicher Höhe oder mit einem Pauschbetrag in Höhe von jeweils 20,- Euro steuerfrei erstatten. Anders ist der Sachverhalt zu beurteilen, wenn Lkw-Fahrer in den Schlafkabinen ihrer Fahrzeuge auf Rastplätzen übernachten. Auch hier entstehen jedoch für die Nutzung der sanitären Einrichtungen Kosten (Dusche und Toilette). Doch wie kann man diese Kosten ermitteln? Nach den Vorgaben des Bundesministeriums für Finanzen müssen die Fahrer alle diese wiederkehrenden Kosten für einen Zeitraum von drei Monaten mittels Belegen glaubhaft machen. Sofern Belege nicht vorhanden sind, sind die Kosten täglich aufzuzeichnen. Der durch dieses Vorgehen ermittelte Durchschnittsbetrag darf dann im laufenden und den folgenden Jahren zugrunde gelegt werden, wenn sich die Tätigkeit nicht wesentlich ändert. Aufgrund der steuerlichen Auswirkung bei der Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer im Rahmen der Werbungskosten sollte dieser Aufwand also nicht gescheut werden.

Ein vielfaches Problem ist, dass es üblicherweise dafür keine Quittung gibt.

Eine Schätzung ist möglich: Im September 2015 hat das Finanzgericht München entschieden, dass Übernachtungskosten sofern keine Einzelnachweise vorliegen, geschätzt werden können. Laut Finanzgericht ist eine Schätzung dieser Kosten von 5,- Euro je Übernachtung keinesfalls überhöht.

Sonstige Reisenebenkosten

Sonstige üblicherweise weiter anfallende Kosten können als Reisenebenkosten ebenfalls ansetzbar sein. Die Kosten kann der Arbeitgeber aber auch steuerfrei ersetzen. Dazu zählen beispielsweise entstandene Kosten für Folgendes:

  • Berufliche Telefonate
  • Straßen oder Parkplatzbenutzung
  • Aufbewahrung von Gepäck
  • Reinigung z.B. der Schlafkabine

Kosten für Weiterbildung

Berufskraftfahrer benötigen für ihre Tätigkeit einen speziellen Lkw- oder Busführerschein. Daneben müssen sie jetzt auch noch zusätzliche Grundqualifikationen nachweisen. Die damit in Zusammenhang stehenden Kosten sind in der Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer entweder als Aus- oder als Fortbildungskosten ansetzbar. Falls der Berufskraftfahrer eine Berufsausbildung bereits durchlaufen hat, liegen nicht nur beschränkt ansetzbare Ausbildungskosten vor, sondern in der Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer können diese dann als Fortbildungskosten unbeschränkt bei den Werbungskosten angesetzt werden.

Rechts- und Steuerberatung

Berufskraftfahrer können im Fall einer berufsbedingten rechtlichen Auseinandersetzung die ihnen entstehenden Rechtsanwaltskosten als Werbungskosten ansetzen. Aber auch die Kosten eines Steuerberaters oder eines Lohnsteuerhilfevereins können sie in Höhe des Anteils, der durch den Lohn verursacht wurde, ansetzen. Angesichts der vielfältigen Möglichkeiten für Berufskraftfahrer, die Steuerlast zu senken, empfiehlt sich die Beauftragung von Steuerexperten. Bei der Einkommensteuererklärung Berufskraftfahrer sind auch die Kosten einer Auseinandersetzung vor dem Finanzgericht vollständig ansetzbar, sofern dort um den Ansatz von Lohn oder Werbungskosten geht.

Berücksichtigung von Erstattungen des Arbeitgebers

Bei Ansatz der Werbungskosten sind die hierauf erfolgten Erstattungen des Arbeitgebers gegenzurechnen. Allerdings können sie in diesem Umfang steuerfrei ausgezahlt werden.


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