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Lohnsteuerklassen

Die Lohnsteuerklassen einfach erklärt im Überblick.

Sofern Sie Arbeitnehmer sind, können Sie bekanntlich zwischen verschiedenen Lohnsteuerklassen wählen. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Lohnsteuerklassen.

Für Sie als Verheiratete sind besonders die Lohnsteuerklassen 3, 4 und 5 von Interesse. Als Single oder Alleinerziehende kommen für Sie vorrangig die Lohnsteuerklassen 1 und 2 in Betracht. Aber auch die Lohnsteuerklasse 6 kann bei mehreren Arbeitsverhältnissen oder sonstigen Besonderheiten drohen. Im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung wird jedoch immer die Einkommensteuer in der letztlich zutreffenden Höhe ermittelt und auch den davon abhängenden Berechnungen zugrunde gelegt.

Hier sind die Lohnsteuerklassen einfach erklärt:
Lohnsteuerklasse I
Lohnsteuerklasse II
Lohnsteuerklasse III/V
Lohnsteuerklasse IV/IV
Lohnsteuerklasse VI

Sie wollen wissen welche Steuerklasse für Sie am besten geeignet ist?

Dann lassen Sie sich im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG von uns beraten.
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Lohnsteuerklasse 1

Die Lohnsteuerklasse 1 erhalten Sie als Arbeitnehmer, wenn Sie ledig, geschieden oder länger verwitwet sind. Aber auch wenn Sie verheiratet sind oder in einer eingetragenen Partnerschaft leben und ein Ehegatte bzw. Partner beschränkt steuerpflichtig ist, ist die Lohnsteuerklasse 1 maßgebend. Ebenso ist die Lohnsteuerklasse 1 heranzuziehen, wenn Ihr Ehegatte sich im Ausland aufhält oder Sie dauernd getrennt leben. Aus der Lohnsteuerklasse 1 resultieren insgesamt eher höhere Abzüge.

Lohnsteuerklasse 2

Sofern die Voraussetzungen der Lohnsteuerklasse 1 vorliegen, jedoch mindestens ein Kind dauerhaft in Ihrem Haushalt lebt, für dass Sie einen Kindergeldanspruch haben und Sie alleinerziehend sind, kommt für Sie die Lohnsteuerklasse 2 in Betracht. Bei der Lohnsteuerklasse 2 wird Ihr Entlastungsbetrag für Alleinerziehende mit eingerechnet, so dass diese Lohnsteuerklasse geringere Abzüge zur Folge hat, als die Lohnsteuerklasse 1.

Lohnsteuerklassen 3 und 5

Sofern Sie verheiratet sind oder in einer eingetragenen Partnerschaft leben und einer der Ehegatten deutlich mehr verdient als der andere, kann es sich empfehlen, die Lohnsteuerklassen 3 und 5 zu wählen. Sie als höher verdienende Ehegatte können dann in die Lohnsteuerklasse 3 wechseln, die deutlich geringere Abzüge und damit ein erhöhtes Nettoeinkommen zur Folge hat. Hiermit muss allerdings Ihr Ehegatten einverstanden sein, weil dieser in der dann zu wählenden Lohnsteuerklasse 5 deutlich höhere Abzüge zu verzeichnen hat.

Lohnsteuerklassen 4 und 4

Sofern Sie und Ihr Ehegatte ein ungefähr gleiches Einkommen erzielen, ist die Wahl der Lohnsteuerklassen 4 und 4 anzuraten. Wichtige Freibeträge oder Pauschbeträge werden hierbei zwischen Ihnen und Ihrem Ehegatten aufgeteilt. Zu einer noch zutreffenderen Aufteilung der Be- und Entlastungen zwischen Ihnen und Ihrem Ehegatten führt die Wahl der Lohnsteuerklassen 4 und 4 mit Anwendung des Faktorverfahrens. Ziel ist es, eine möglichst geringe Steuernachzahlung bzw. -erstattung im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung zu vermeiden.

Lohnsteuerklasse 6

Die Lohnsteuerklasse 6 ist für Sie vorgesehen, wenn Sie Ihrem Arbeitgeber die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale nicht zur Verfügung stellen wollen oder nicht können. Ebenso dann, wenn Sie mehrere Arbeitsverhältnisse gleichzeitig haben. Bei der Lohnsteuerklasse 6 werden keine Freibeträge gewährt, allenfalls der Altersentlastungsbetrag kommt zur Anwendung. Dies hat zur Folge, dass die steuerliche Belastung insgesamt bei der Lohnsteuerklasse 6 am höchsten ist.

Einkommensteuererklärung

Aber gleichgültig, für welche Lohnsteuerklasse bzw. Kombination Sie sich im Rahmen Ihrer Wahlmöglichkeiten entscheiden, letztlich ausschlaggebend ist der Betrag, den Sie im Rahmen Ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung zu tragen haben. Hier wird im Idealfall Ihre gesetzlich geregelte, steuerliche Belastung für Ihren individuellen Fall zutreffend ermittelt und die Differenz zum Ergebnis der Anwendung der Lohnsteuerklassen ausgeglichen. Sie erhalten damit im Regelfall also entweder eine Steuererstattung oder Sie müssen eine Steuernachzahlung leisten.

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