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Lohnsteuerjahresausgleich

Was ist ein Lohnsteuerjahresausgleich?

Der Begriff Lohnsteuerjahresausgleich war eine frühere Bezeichnung für eine freiwillige Steuererklärung, die Antragsveranlagung. Jetzt wird der Begriff Lohnsteuerjahresausgleich für eine Korrektur des Lohnsteuerabzugs verwendet, zu dem der Arbeitgeber verpflichtet sein kann. In einigen Fällen kann jedoch kein Lohnsteuerjahresausgleich zulässig sein, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind.

Steuerlexikon: Lohnsteuerjahresausgleich

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Antragsveranlagung

Der Begriff Lohnsteuerjahresausgleich wurde früher für die Antragsveranlagung verwendet. Im Gegensatz dazu können Sie als Steuerpflichtiger jedoch auch verpflichtet sein, eine jährliche Einkommensteuererklärung abzugeben. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn Ihre positive Summe der Einkünfte, für die keine Lohnsteuer einbehalten wurde mehr als 410 Euro beträgt, bei Ihnen als Ehegatten die Steuerklasse 4 oder 5 vorlag, einem Antrag auf Freibetrag stattgegeben wurde, Urlaubsgeld gezahlt wurde oder Arbeitslohn ermäßigt besteuert wurde. Sofern keine der Voraussetzungen vorliegt, handelt es sich um eine Antragsveranlagung, die früher als Lohnsteuerjahresausgleich bezeichnet wurde. Die Antragsveranlagung ist z. B. dann sinnvoll und zu veranlassen, wenn Sie als Steuerpflichtiger eine Einkommensrückerstattung vom Finanzamt erwarten. Heute spricht man jedoch sowohl bei der Antragsveranlagung, als auch bei der Pflichtveranlagung einheitlich von der Erstellung der Einkommensteuererklärung.

Korrektur des Lohnsteuerabzugs

Den Lohnsteuerjahresausgleich gibt es aber nach wie vor. Hierunter ist nunmehr die Korrektur des Lohnsteuerabzugs zu verstehen, die ein Arbeitgeber meist mit der Dezember-Lohnabrechnung vornimmt. Hierzu kann er verpflichtet sein, wenn er mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigt. Sofern sich beispielsweise Ihr Gehalt verändert hat oder Einmalzahlungen wie das Weihnachts- oder Urlaubsgeld anfallen, kann sich eine Differenz zwischen den monatlich abgeführten Steuerbeträgen und der Jahreslohnsteuer ergeben. Der Arbeitgeber nimmt dann also bei der Dezember-Abrechnung eine Korrektur des Lohnsteuerabzugs vor.

Kein Lohnsteuerjahresausgleich zulässig

In einigen Fällen ist jedoch kein Ausgleich zulässig. Dies ist beispielsweise dann gegeben, wenn Sie als Mitarbeiter nicht unbeschränkt steuerpflichtig sind, also mehr als die Hälfte des Jahres im Ausland leben. Ebenso ist kein Ausgleich zulässig, wenn Sie nicht das ganze Jahr beim derzeitigen Arbeitgeber beschäftigt waren, eine Unterbrechung der Arbeitnehmertätigkeit vorliegt, ein individueller Freibetrag berücksichtigt wurde, oder Sie Schlechtwetter-, Kurzarbeiter- oder Winterausfallgeld bezogen haben. Auch wenn Sie selbst beantragt haben, dass bei Ihnen kein Ausgleich erfolgen soll, ist kein Lohnsteuerjahresausgleich zulässig.

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