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Riester Rente

Wozu eine Riester Rente?

Die Höhe der künftigen gesetzlichen Rente wurde ab 2001 deutlich gesenkt. Der Staat bietet durch die Einführung der Riester Rente einen gewissen Ausgleich hierfür an. Neben Ihren Pflichtbeiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung, sollen Sie dazu angeregt werden, auch stärker privat vorzusorgen. Sie gehören dann zu den Zulageberechtigten, zudem kommt ein Sonderausgabenabzug in Betracht. Die Altersvorsorgezulage setzt sich aus der Grundzulage und ggf. der Kinderzulage zusammen. Die Auszahlungsphase beginnt im Regelfall mit dem Renteneintritt.

Erfahren Sie hier: Wer kann profitieren? Was wird vorausgesetzt? Welche Förderungen gibt es? Was ist die Günstigerprüfung? Wann beginnt die Auszahlungsphase?

Steuerlexikon: Riester Rente

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Wer kann von der Riester Rente profitieren?

Grundsätzlich ist jeder, der verpflichtet ist, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, z.B. Arbeitnehmer, Beamte, Richter und Soldaten, auch berechtigt, die Förderung durch einen Riester Vertrag in Anspruch zu nehmen. Ehegatten von unmittelbar Zulageberechtigten erhalten ebenfalls Zulagen, wenn sie in einen eigenen Altersvorsorgevertrag mindestens 60 Euro im Kalenderjahr einzahlen. Sie müssen einen eigenen Vertrag abschließen.

Zertifizierter Vertrag

Voraussetzung ist ein zertifizierter Altersvorsorgevertrag, der bestimmte Anforderungen erfüllen muss, um Sie als Vertragspartner abzusichern. Allerdings empfiehlt sich vor Abschluss eines Vertrags zur Riester Rente ein gründlicher Vergleich bei verschiedenen Anbietern, da hier erhebliche Unterschiede bestehen.

Förderungen bei der Riester Rente

Die Förderung besteht aus der Altersvorsorgezulage und dem möglichen Sonderausgabenabzug. Den vollen Betrag erhalten Sie dann, wenn der Mindesteigenbeitrag geleistet wurde. Dieser beträgt jährlich 4 % vom rentenversicherungspflichtigen Einkommen des Vorjahres, höchstens jedoch 2.100 Euro pro Jahr. Um überhaupt eine Zulage zu erhalten, muss ein Sockelbeitrag in Höhe von mindestens 60 Euro im Jahr eingezahlt werden. Die Altersvorsorgezulage setzt sich aus der Grundzulage in Höhe von 154 Euro pro Erwachsenen und einer jährlichen Kinderzulage zusammen. Diese beträgt 185 Euro pro Kind und für die ab 01.01.2008 geborenen Kinder sogar 300 Euro.

Günstigerprüfung

Die gezahlten Beiträge zuzüglich der Zulagen können Sie dann als Sonderausgaben in der Steuererklärung ansetzen. Sofern jedoch der Zulagenanspruch günstiger ist, wird dieser gewährt. Diese Günstigerprüfung führt das Finanzamt automatisch durch. Es gilt der Grundsatz: Kinderreiche Familien profitieren meist eher von den Zulagen, Alleinstehende eher vom Steuervorteil.

Auszahlungsphase der Riester Rente

Die Auszahlungsphase der Riester Rente beginnt im Regelfall mit dem Renteneintritt, frühestens mit 60 Jahren. Die volle Versteuerung der Riester Rente im Rentenalter wirkt sich meist aufgrund des dann eher niedrigeren Steuersatzes weniger stark aus, so dass Ihre Steuerlast insgesamt gesehen sinkt.

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Wer kann Mitglied im Lohnsteuerhilfeverein werden?

Alle Arbeitnehmer, Beamte und Rentner, deren Einkünfte im Rahmen der Beratungsbefugnis begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG liegen, können sich als Mitglieder beraten lassen. Das heißt Sie dürfen ausschließlich nichtselbständige Einkünfte haben und die Grenzen von 13.000 Euro oder bei Verheirateten 26.000 Euro bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalvermögen nicht überschreiten. Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen steht einer Mitgliedschaft im Lohnsteuerhilfeverein nichts mehr im Weg.