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Fahrtenbuch

Was ist ein Fahrtenbuch?

Viele Arbeitnehmer freuen sich über einen schönen Arbeitsplatz in einer interessanten Firma, ein gutes Gehalt und vielleicht auch einen Firmenwagen. Aber bei letzterem ist Vorsicht geboten. Denn sofern das Fahrzeug auch privat genutzt wird, liegt ein „geldwerter Vorteil“ vor, den Sie als Arbeitnehmer versteuern müssen. Und das kann teuer werden. Ist die private Nutzung dieses Firmenwagens eher gering, kann es sich empfehlen, ein Fahrtenbuch zu führen, um Steuern zu sparen. Die ordnungsgemäße Führung des Fahrtenbuchs ist nicht ganz einfach. Sofern Sie ein solches Fahrtenbuch nicht vorlegen können, kommt allerdings ein pauschaler Ansatz nach der 1 % Methode zur Anwendung, der Ihre Steuerlast deutlich erhöhen kann.

Steuerlexikon: Was ist ein Fahrtenbuch?

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Ordnungsgemäße Führung

Wichtig ist, dass die dienstlich und privat zurückgelegten Kilometer laufend und getrennt im Fahrtenbuch festgehalten sind. Beim Fahrtenbuch muss sichergestellt werden, dass keine nicht feststellbaren, nachträglichen Änderungen vorgenommen werden können. Bei dienstlichen Fahrten müssen Sie das Datum und den Kilometerstand jeweils zum Beginn und zum Ende der Fahrt notieren. Ebenso gehört es zur ordnungsgemäßen Führung des Fahrtenbuchs, dass Sie Reiseziel, Reisezweck und die aufgesuchten Geschäftspartner angeben. Bei den privaten Fahrten genügt demgegenüber die Angaben der Kilometer und bei den Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte ein entsprechender Vermerk, um eine ordnungsgemäße Führung des Fahrtenbuchs zu gewährleisten. Folge eines solchen Fahrtenbuchs ist, dass nur derjenige Anteil an den Kosten des Fahrzeugs, der dem Verhältnis der Privatfahrten zu den Gesamtkosten entspricht als geldwerter Vorteil zu versteuern ist.

1 % Methode

Bei der 1 % Methode kommt es auf den Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung des Fahrzeugs an. Für jeden Kalendermonat ist dieser Betrag dann als geldwerter Vorteil anzusetzen, für das ganze Jahr also insgesamt 12 %. Die 1 % Methode kommt selbst dann zum Einsatz, wenn das Fahrzeug gemietet oder geleast ist. Hierdurch fallen meist also umso mehr Steuern an, je teurer das Fahrzeug bei der Anschaffung war.

Berechnung

Letztlich bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich einen Überblick über die Kosten und den voraussichtlichen Umfang der privaten Nutzung zu verschaffen. Sie können auch vorsorglich ein Fahrtenbuch führen, eine Berechnung anstellen, welche der beiden Methoden günstiger ist und sich dann für diese entscheiden. Als Faustregel gilt, je teurer das Fahrzeug und je geringer die privaten Fahrten, desto eher wird es sich lohnen, mit Hilfe des Fahrtenbuchs eine Berechnung des geldwerten Vorteils vorzunehmen. Dies ist nicht ganz einfach, so dass es sich empfiehlt, sich von einem steuerlichen Fachmann beraten zu lassen, der Ihre persönlichen Umstände kennt und zugrunde legt.

Fahrtenbuch oder 1 % Methode, was ist günstiger?

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