Berater suchen
Servicetelefon
(08724) 965 300 8500
Berater suchen
  • Home
  • Blog
  • Wieder mehr Rentner steuerpflichtig?
Wieder mehr Rentner steuerpflichtig?

Wieder mehr Rentner steuerpflichtig?

Viele Rentner hatten Grund zur Freude, denn im Juli stiegen ihre Renten wieder deutlich. Aber das kann auch Nachteile zur Folge haben, sodass wieder mehr Rentner steuerpflichtig werden. Denn durch die Rentenerhöhung kann sich erstmalig eine Steuerpflicht ergeben. Dann müssen Sie als Rentner eine Einkommensteuererklärung abgeben und Steuern ans Finanzamt abführen.

Wann sind Rentner steuerpflichtig?

Dies kann immer dann der Fall sein, wenn ihre Jahresrente über dem Grundfreibetrag liegt. Dieser beträgt im Jahr 2018 9.000 Euro für Alleinstehende und 18.000 Euro für Ehegatten.

Weitere Umstände wie z. B.

können das Ergebnis auch noch verändern.

Eine Steuererklärung müssen Sie grundsätzlich aber auch immer dann abgeben, wenn das Finanzamt Sie hierzu auffordert.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie als Rentner steuerpflichtig sind, lassen Sie sich steuerlich beraten. Hier geht’s zur Beratung.

Jahr des Renteneintritts

Einen Teil der Rente, den Rentenfreibetrag, müssen Sie nicht versteuern. Die Höhe des Rentenfreibetrags richtet sich danach, in welchem Jahr Sie in die Rente gingen oder gehen. Ab dem Jahr 2005 begann die Umstellung auf die nachgelagerte Besteuerung von Renten. Damals mussten die Rentner 50 % der Rente versteuern. Dieser Anteil stieg bisher in jedem Jahr um 2 % und beträgt für 2018 bereits 76 %. Das bedeutet, dass sich der Rentenfreibetrag im Jahr 2018 auf 24 % reduziert hat. Diese reduzierten Sätze gelten aber immer nur für Neurentner. Wurde Ihr Rentenfreibetrag im Jahr Ihres Renteneintritts ermittelt, so verbleibt es in der Zukunft bei diesem Anteil. Jedoch wird die jeweilige Rentenerhöhung zusätzlich der Besteuerung unterworfen.

Grundfreibetrag

Dieser zunehmenden Steuerpflicht wirkt andererseits wirkungsvoll die jährliche Erhöhung des Grundfreibetrags entgegen, der 2018 bereits 9.000 Euro bzw. 18.000 Euro beträgt. Denn dies stellt das Existenzminimum dar, das steuerfrei zu bleiben hat. Hierbei müssen Rentner weiterhin ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung leisten und können diese Beträge ebenfalls absetzen.

Nebeneinkünfte

Nebeneinkünfte können die Berechnung verändern. Häufig erhöhen z. B. Einkünfte aus einer Vermietung das Einkommen der Rentner. Sofern der Betrag in Höhe von jährlich 410,00 Euro überstiegen ist, ist der Rentner steuerpflichtig und ist eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Weitere Umstände

Auch Rentner können das zu versteuernde Einkommen infolge bestimmter Kosten weiter reduzieren. Gebühren für eine Rentenberatung oder Beiträge zur Gewerkschaft können sie als Werbungskosten ansetzen, sonst jedenfalls 102 Euro pauschal. Die Kosten für die Gesundheit steigen oft im Alter, so dass sich die Zahlungen für Medikamente, Zahnersatz, Hörgerät oder Brille als außergewöhnliche Belastungen spürbar auswirken können. Auch Handwerkerlohn für Arbeiten im eigenen Haus oder der Mietwohnung können bis zu einem Höchstbetrag mit 20 % angesetzt werden. Spenden können Sie weiterhin als Sonderausgaben geltend machen. Rentner die älter als 64 Jahre sind, können zudem einen Altersentlastungsbetrag ansetzen, der das zu versteuernde Einkommen um bis zu 1.900 Euro im Jahr senkt. Freibeträge gibt es selbstverständlich auch für behinderte Rentner.

Unser Tipp: Lassen Sie sich beraten!

Gehen Sie zu einem Steuerexperten und lassen Sie sich beraten, auch bereits im Vorfeld. Anhand einer vorläufigen Berechnung können Sie so ermitteln lassen, ob sich letztlich eine Einkommensteuerbelastung ergibt. Erforderlichenfalls kann durch konkrete Maßnahmen einer solchen Steuernachzahlung im laufenden Jahr noch entgegengewirkt werden.

Eine Beratungsstelle unseres Lohnsteuerhilfevereins in Ihrer Nähe finden Sie über unsere PLZ-Suche. Einfach hier entlang >>>

  • Teilen:

Archiv