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Steueränderungen 2016, viele Steuerpflichtige dürfen sich freuen!

Steueränderungen 2016, viele Steuerpflichtige dürfen sich freuen!

Für Arbeitnehmer bewirken die beschlossenen Steueränderungen 2016 fast durchgehend Entlastungen. Besonders Familien profitieren von den anstehenden Neuerungen. Bereits in diesem Jahr hatte der Gesetzgeber das Kindergeld erhöht. 2016 steigt das monatliche Kindergeld noch etwas weiter an. Für das erste und zweite Kind gibt es 2016 Kindergeld in Höhe von jeweils 190 Euro im Monat. Für das dritte Kind wird ein Betrag in Höhe von 196 Euro gezahlt und für das vierte Kind und jedes weitere Kind erhalten die Eltern monatlich 221 Euro Kindergeld.

Höherer Kinderzuschlag

Ab dem 01.07.2016 steigt zudem der Kinderzuschlag für einkommensschwächere Familien um 20 Euro auf dann 160 Euro monatlich an. Die Zahlung dieses Zuschlags kann dann beantragt werden, wenn das Elterneinkommen zwar für den eigenen Lebensunterhalt reicht, nicht aber für den der Kinder. Auch der Kinderfreibetrag, den Elternteile erhalten, wurde von 2.256 Euro auf 2.304 Euro erhöht.

Entlastung auch für Alleinerziehende

Aber auch der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende hat sich bereits für 2015 deutlich erhöht. Dieser Betrag kann von der Summe der Einkünfte abgezogen werden. Während bisher zugunsten der Alleinerziehenden ein Entlastungsbetrag in Höhe von 1.308 Euro berücksichtigt wurde, steigt dieser Betrag bereits ab dem Jahr 2015 auf 1.908 Euro an. Für das zweite und jedes weitere Kind erhöht sich dieser Betrag zudem um weitere 240 Euro.

Höherer Grundfreibetrag

Ein weiterer Vorteil für Steuerpflichtige ergibt sich aus den Steueränderungen 2016 im Hinblick auf den Grundfreibetrag. Dieser Grundfreibetrag, der das Existenzminimum darstellt, erhöht sich auf dann 8.652 Euro, also auf einen Betrag, der um 180 Euro höher liegt als noch 2015. In gleicher Höhe steigt der Unterhaltsfreibetrag: So können Arbeitnehmer, die unterhaltspflichtig sind, künftig bis zu 8.652 Euro, statt wie bisher maximal 8.472 Euro jährlich als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Die durch die Anhebung des Grundfreibetrags eintretende Entlastung für 2015 wird zusammengefasst bei der Lohnabrechnung für Dezember 2015 berücksichtigt, wodurch Bürokratiekosten vermieden werden. Die Arbeitnehmer müssen hierzu nicht selbst aktiv werden.

Abbau der kalten Progression

Durch die Steueränderungen 2016 soll auch der Abbau der kalten Progression vorangetrieben werden. Dies erfolgte zum einen durch die oben dargestellte Anhebung des Grundfreibetrags und zum anderen durch die Anpassung der Eckwerte des Steuertarifs.

Längere Laufzeiten von Freibeträgen im Lohnsteuerabzugsverfahren

Grund zur Freude haben auch diejenigen, die sich jedes Jahr ihre steuerlichen Freibeträge eintragen lassen mussten. Durch die Steueränderungen 2016 wird dies künftig nur noch alle zwei Jahre erforderlich sein, da die Gültigkeitsdauer verdoppelt wurde. Gleiches gilt auch für den Antrag auf Steuerklasse IV bei Ehepaaren. Sofern sich innerhalb des verlängerten Zeitraums jedoch die Voraussetzungen ändern, muss das gleich dem Finanzamt gemeldet werden.

Das Jahr endet also mit erfreulichen Aussichten, wir wünschen schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


 

Haben Sie zu diesem Themenkomplex noch Fragen? Der Aktuell Lohnsteuerhilfeverein e.V. bietet seinen Mitgliedern als Arbeitnehmer, Beamte, Rentner oder Unterhaltsempfänger ganzjährig Hilfe bei der Einkommensteuer, wenn nur Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Renten oder Unterhaltsleistungen vorliegen und bei zusätzlichen Einkünften aus Vermietung oder Kapitalvermögen bei Einhaltung der gültigen Grenzen gemäß § 4 Nr. 11 StBerG. Für diese Leistungen entstehen Ihnen neben dem jährlichen Mitgliedsbeitrag bzw. der Aufnahmegebühr keine zusätzlichen Kosten. Bei einem Vereinsbeitritt im Januar 2016 können Sie die Beratungsleistungen während des gesamten Jahres 2016 in Anspruch nehmen. Neben der Beratung wird auch Ihre Steuererklärung erstellt, das voraussichtliche Ergebnis vorab berechnet, Ihr Steuerbescheid geprüft und bei Fehlern Rechtsmittel eingelegt.

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