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Pendlerpauschale absetzen

Pendlerpauschale absetzen

Wir leben in einer Welt, in der Mobilität sehr wichtig ist. Wir suchen uns den Wohnort nach individuellen Vorlieben aus. Wer gerne zentral wohnt, lebt in der Stadt, wer Natur und Ruhe liebt, wird sich sein zu Hause auf dem Land suchen. Insbesondere die „Speckgürtel“ der großen Städte sind hervorragend durch öffentliche Verkehrsmittel oder gut ausgebaute Straßen an die angrenzenden Städte angebunden. So leben und arbeiten wir meist in verschiedenen Orten, die manchmal sehr viele Kilometer auseinander liegen. Steuerliche Berücksichtigung findet der Weg zur Arbeit in der sogenannten Pendlerpauschale. Pendlerpauschale absetzen – lesen Sie hier ein paar Tipps.

Pendlerpauschale absetzen – für wen möglich?

Sogar wer zu Fuß zur Arbeit geht, kann die Entfernungspauschale, wie die Pendlerpauschale im Gesetz heißt, in Anspruch nehmen.  Das heißt, dass die Pauschale vom Verkehrsmittel unabhängig ist, sie wird jedoch nicht für Flüge oder vom Arbeitgeber gezahlte Sammelbeförderung gewährt. Auch der Beifahrer einer Fahrgemeinschaft kann die zurückgelegten Kilometer über die Werbungskosten absetzen.

Berechnung

In die Berechnung der Pauschale fließen nur volle Kilometer sowie die kürzeste Wegstrecke mit ein. Um den kürzesten Weg zu berechnen, verwenden Sie am besten einen Routenplaner im Internet. Das wird der Sachbearbeiter im Finanzamt ebenfalls tun, sollte er Ihre Angaben nachprüfen. Das Finanzamt erkennt pro Tag eine einfache Fahrt zur ersten Arbeitsstätte an und berechnet hierfür pauschal 30 Cent. Auch wenn Sie in der Mittagspause heimfahren oder im Schichtbetrieb arbeiten, es wird Ihnen grundsätzlich nur eine einfache Fahrt pro Tag angerechnet. Insgesamt können Sie in der Steuererklärung Fahrtkosten bis zu 4.500 Euro pro Jahr geltend machen. Jedoch können Sie bei Nutzung eines eigenen Fahrzeugs, Firmenfahrzeugs oder der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln auch höhere Beträge absetzen. Diese höheren Kosten sind allerdings im zuletzt genannten Fall nachzuweisen. Bei einer 5-Tage Woche erkennt das Finanzamt 220 – 230 Arbeitstage an.

Sonderfall – Unfall auf dem Weg zur Arbeit

Was viele nicht wissen: sollten Sie mit Ihrem Fahrzeug auf dem Weg in die Arbeit oder von der Arbeitsstelle zurück in einen Unfall verwickelt sein, so können Sie die Folgekosten des Unfalls als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen, und zwar zusätzlich zur Pendlerpauschale. Allerdings können Sie nur Zahlungen, die nicht durch den Arbeitgeber, den Unfallgegner oder die Kaskoversicherung abgedeckt sind angeben.

Es gibt viele Sonderregelungen für z. B. Taxifahrten, Familienheimfahrten, bei Nutzung mehrerer Wohnungen oder Jobs bei verschiedenen Arbeitgebern. Die Berater des Lohnsteuerhilfevereins kennen sich bestens aus und helfen Ihnen bei Ihren Fragen rund um das Thema Pendlerpauschale. Rufen Sie uns an!

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