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Tätigkeit eines Lohnsteuerhilfevereins

Tätigkeit eines Lohnsteuerhilfevereins

Lohnsteuerhilfeverein welche Einkünfte?

Bekanntlich können sich Arbeitnehmer, Rentner und Beamte von Lohnsteuerhilfevereinen beraten lassen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass auch von diesen Personengruppen nur bestimmte weitere Einkünfte im betreffenden Jahr erzielt werden dürfen, um die Leistungen eines Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch zu nehmen zu können. Es stellt sich also die Frage bei der Inanspruchnahme der Leistungen eines Lohnsteuerhilfevereins welche Einkünfte dürfen vorliegen?

Arbeitnehmer, Rentner, Beamten, Unterhaltsempfänger

Die Antwort ist der Vorschrift des § 4 Nr. 11 StBerG (Steuerberatungsgesetz) zu entnehmen, die die Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine regelt. Aufgrund der bewährten Arbeit der Lohnsteuerhilfevereine und der geänderten Einkommensverhältnisse auch der Arbeitnehmer, Rentner und Beamten, wurde der Umfang der Beratungsbefugnis ständig erweitert. Sofern Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft oder aus selbständiger Tätigkeit vorliegen, besteht jedoch von vornherein und insgesamt keine Beratungsbefugnis, ausgenommen hiervon wiederum können steuerfreie Einnahmen sein. Umsatzsteuerpflichtige Umsätze wiederum schließen eine Beratungsbefugnis von vornherein vollständig aus. Es ist also bei der Aufnahme eines Interessenten zu prüfen: Bei einer Mitgliedschaft im Lohnsteuerhilfeverein welche Einkünfte dürfen vorliegen, damit eine Beratung möglich ist.

Einkünfte aus Kapitalvermögen, Vermietung

Einnahmen aus anderen Einkunftsarten stehen einer Beratungsbefugnis nicht im Weg, wenn sie nicht mehr als EUR 13.000 im Jahr betragen, bei Ehegatten nicht mehr als EUR 26.000. So ist beispielsweise bei einer Vermietung maßgebend und zu überprüfen, ob die Miete zuzüglich der Umlagen, also die insgesamt zu berücksichtigenden Einnahmen, den Betrag in Höhe von EUR 13.000 nicht übersteigt, wobei bei Ehegatten die Grenze in Höhe von EUR 26.000 gilt. Wenn auch Kaptaleinkünften vorliegen, sind in gleicher Weise ebenfalls die Einnahmen zu überprüfen und mit einzubeziehen.

Sonstige steuerliche Sachverhalte

Sind diese Voraussetzungen und Grenzen überprüft und hat sich herausgestellt, dass sie eingehalten sind, stellt sich die Frage, Lohnsteuerhilfeverein welche Einkünfte können sonst noch eine Rolle spielen? Auch hinsichtlich bestimmter Nebenleistungen darf dann eine Beratung erfolgen: bei Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag, Arbeitnehmersparzulage, bei allen im Zusammenhang mit einer Lohnsteuerklassenwahl stehenden Fragen, Fragen zum Kindergeldanspruch und zu Lohnersatzleistungen. Und wenn es ganz schlimm kommt, immerhin tröstlich: auch Mitglieder, die arbeitslos geworden sind, dürfen weiterhin beraten werden.

Fazit:

Lohnsteuerhilfevereine dürfen ihre Mitglieder beraten, sofern die oben dargestellten Einkünfte vorliegen und in bestimmten Bereichen die Grenzen weiterer Einnahmen nicht überschritten sind. Besteht die Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG, so steht einer kostengünstigen, qualitativ hochwertigen und umfassenden Beratung durch einen Lohnsteuerhilfeverein nichts mehr im Wege.


Bei der Erstellung von Einkommensteuererklärungen im Rahmen der Beratungsbefugnis gemäß   § 4 Nr. 11 StBerG von Arbeitnehmern, Beamten, Rentnern und Unterhaltsempfängern, können Sie sich im Rahmen einer Mitgliedschaft in einer von ca. 650 Beratungsstellen des Aktuell Lohnsteuerhilfeverein e.V. beraten lassen.

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