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Lohnsteuererklärung-Frist und Freibeträge

Lohnsteuererklärung-Frist und Freibeträge

Bekanntlich ist die Steuererklärung bis zum 31.05. des Folgejahres abzugeben. Mithilfe von Anträgen auf Fristverlängerung kann dieser Zeitpunkt hinausgeschoben werden. Der Antrag kann entweder durch den Steuerpflichtigen, den Steuerberater oder den Leiter der Beratungsstelle eines Lohnsteuerhilfevereins gestellt werden. Die Lohnsteuererklärung-Frist läuft aber spätestens zum 31.12. des Folgejahres ab. Nur noch in schwerwiegenden Ausnahmefällen wird diese Frist in seltenen Fällen geringfügig verlängert. Oft stellt sich dann bei Erstellung der Erklärung zur Einkommensteuer heraus, dass sich sogar eine erfreulich hohe Erstattung der Steuer ergibt. Doppelt ärgerlich, dass die Steuererklärung erst so spät erstellt wurde. Was kann hinsichtlich der Lohnsteuererklärung-Frist getan werden?

Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte

Sie können sich mittels Freibeträgen im Abzugsverfahren zur Lohnsteuer bereits im laufenden Jahr ein höheres Nettoeinkommen sichern. Für bestimmte Aufwendungen, die regelmäßig zu einer geringeren Lohnsteuer führen, können Sie sich Freibeträge beim Abzug von Lohnsteuer eintragen lassen. Der Ansatz dieser Freibeträge führt dazu, dass Ihr Arbeitgeber weniger Lohnsteuer einbehalten muss und das Monat für Monat. Und entsprechend der Lohnsteuererklärung-Frist können Sie diesen Antrag noch bis Ende November für das laufende Jahr stellen. Sie haben dann ab dem nachfolgenden Monat die Vorteile der geringeren Abzüge.

Welche Aufwendungen?

Aber für welche Aufwendungen können Freibeträge angesetzt werden? Häufig sind folgende Kosten betroffen:

  • Kinderbetreuungskosten für Kindergarten, Tagesmutter oder Schule
  • Unterhaltszahlungen
  • Kosten für die Fahrten zur Arbeit
  • doppelter Haushalt
  • Arbeitsmittel
  • sonstige Werbungskosten
  • Sonderausgaben für Scheidung
  • Berufsausbildung
  • Spenden
  • Beiträge
  • Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Leistungen von Handwerkern
  • Kosten für die Altersvorsorge
  • Pflege und Krankheitskosten
  • sonstige außergewöhnliche Belastungen
  • sonstige Verluste z.B. aus der Vermietung

Aber hierbei ganz wichtig: Freibeträge für den Abzug von Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen sind erst dann möglich, wenn die Kosten mindestens EUR 600,00 im Jahr betragen.

Lohnsteuererklärung-Frist

Seit Oktober 2015 können Sie den Freibetrag sogar für zwei Jahre stellen, also z.B. für die Kalenderjahre 2017 und 2018. Zuvor galten die Anträge immer nur für jeweils ein Kalenderjahr.

Antrag beim Finanzamt

Der Antrag ist beim zuständigen Finanzamt zu stellen, bei dem Sie im Zeitpunkt der Antragsstellung Ihren Wohnsitz haben. Sofern Sie mehrere Wohnungen bewohnen, ist das Finanzamt des Wohnorts zuständig, in dem Sie sich vorwiegend aufhalten. Bei Ehegatten oder Lebenspartnern ist das Finanzamt des Wohnorts zuständig, an dem sich die Familie vorwiegend aufhält.


Bei der Erstellung von Einkommensteuererklärungen im Rahmen der Beratungsbefugnis gemäß § 4 Nr. 11 StBerG bei Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit, Renten oder Unterhaltsleistungen, und dann auch bei den Fragen zum Eintrag von Freibeträgen, können Sie sich im Rahmen einer Mitgliedschaft in einer von ca. 650 Beratungsstellen des Aktuell Lohnsteuerhilfeverein e.V. umfassend beraten lassen.

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