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Steuerliche Berücksichtigung von Unfallkosten

Steuerliche Berücksichtigung von Unfallkosten

Jetzt kommt wieder die Jahreszeit, die bei Autofahrern wenig beliebt ist. Zum einen sind die Tage kurz. Die Heimfahrt von der Arbeit findet dann oft schon bei Dunkelheit statt. Dann warten die Straßen vermehrt mit unerfreulichen Überraschungen auf. Das Laub fällt und bildet auf den Straßen einen rutschigen Film. Die Temperaturen sinken teilweise schon deutlich unter 0 Grad Celsius, bei Feuchtigkeit auf den Straßen kann es glatt werden. Besonders gefährlich ist dann die Fahrt durch Waldgebiete oder über Brücken. Dort kann die Straße plötzlich nass oder mit Glatteis überzogen sein. Einmal zu schnell um die Kurve gefahren – schon ist es passiert. Auch wenn hierbei nur ein Blechschaden entsteht: wie das Finanzamt an den Kosten beteiligt werden kann, weiß der Lohnsteuer-Verein.

Lohnsteuer-Verein: berufliche Fahrten

Der Unfall darf nicht auf einer privat veranlassten Fahrt passiert sein. Unfälle bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, im Rahmen einer beruflichen Auswärtstätigkeit oder im Rahmen der doppelten Haushaltsführung werden als berufliche Fahrten anerkannt. Bei Umwegfahrten oder Mittagsheimfahrten muss leider von einer Privatfahrt ausgegangen werden. Der Lohnsteuer-Verein weist auch darauf hin, dass Entschädigungen von Versicherungen, sei es die eigene Kaskoversicherung oder die gegnerische Haftpflichtversicherung von den entstandenen Kosten zunächst abzuziehen sind.

Welche Kosten?

Aber welche Kosten sind jetzt genau als Werbungskosten abzugsfähig? Grundsätzlich alles, was mit dem Unfall in Zusammenhang steht und nicht erstattet wird. Also beispielsweise folgende Kosten:

  • Abschleppkosten des Kfz
  • Kosten für Gutachter
  • Aufenthalt im Krankenhaus
  • Reparatur des Kfz und Kosten für Mietwagen
  • Anwaltskosten
  • ggf. Gerichtskosten

Auch die Kosten für den im Auto transportierten und beschädigten Laptop können angesetzt werden. Bei nicht durchgeführter Reparatur kann auch die hierdurch am Fahrzeug eingetretene Wertminderung zum Ansatz kommen. Sofern der Arbeitnehmer dem Unfallgegner entstandene Schäden selbst ersetzt, um eine schlechtere Einstufung in der Schadensfreiheitsklasse zu verhindern, handelt es sich hierbei ebenfalls um ansatzfähige Werbungskosten.

Belege aufbewahren

Der Lohnsteuer-Verein weist darauf hin, dass es sehr wichtig ist, alle Belege sorgfältig aufzubewahren und zuzuordnen. Denn alle Schadensposten müssen gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden.

Lohnsteuer-Verein

Ist alles geprüft und belegt, können die errechneten Beträge bei den Einkünften als Arbeitnehmer als Werbungskosten berücksichtigt werden. So dass die Belastung durch Einkommensteuer sinkt.


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Bei Fragen zum Abzug von Unfallkosten als Werbungskosten bei den Einkünften als Arbeitnehmer, können Sie sich gerne an eine von über 650 Beratungsstellen des Aktuell Lohnsteuerhilfevereins e.V. wenden. Im Rahmen einer Mitgliedschaft gem. § 4 Nr. 11 StBerG erhalten Sie eine umfassende Beratung.

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