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Der geldwerte Vorteil bei Nutzung eines Firmenwagens

Der geldwerte Vorteil bei Nutzung eines Firmenwagens

Ein Firmenwagen ist grundsätzlich eine schöne Sache. Der Arbeitnehmer erhält einen meist neuen Pkw, den er oft auch privat nutzen darf. Weiter sehr erfreulich erscheint zunächst ebenfalls, wenn der Arbeitgeber auch noch sämtliche Kosten übernimmt. Das kann für die betreffenden Arbeitnehmer allerdings durchaus teuer werden. Denn das Finanzamt rechnet den Gegenwert der privaten Nutzung des Firmenwagens zum Bruttolohn, so dass ein erhöhter Betrag der Lohnsteuer unterworfen wird.

Der geldwerte Vorteil: Berechnung

Der geldwerte Vorteil durch die private Nutzung des Firmenwagens lässt sich auf verschiedene Arten berechnen. So kann der Arbeitnehmer ein Fahrtenbuch führen und hierdurch den Anteil der privaten Fahrten ermitteln. Der Vorteil ist, dass sich hierdurch meist ein günstiger privater Anteil ergibt. Der Nachteil ist, dass es zeitaufwendig und lästig ist, ein Fahrtenbuch zu führen. Auch ist ein steuerlich korrektes und anzuerkennendes Fahrtenbuch nicht ganz einfach zu erstellen. Es muss sorgfältig und lückenlos geführt werden. Demgegenüber gibt es noch die einfachere Methode, den Privatanteil mit 1 % des Bruttolistenpreises pro Monat anzusetzen. Für die Fahrten Wohnung – Arbeitsstätte kommen 0,03 % des Bruttolistenpreises hinzu. Der große Nachteil hierbei: Gerade bei hochwertigeren und neueren Fahrzeugen kommen so hohe Beträge zusammen, die die Belastung durch Einkommensteuer für die Arbeitnehmer deutlich anheben können.

Reduzierung der Steuerlast durch Zuzahlungen?

Bisher gab es bereits die Möglichkeit für Arbeitnehmer, durch regelmäßige monatliche Zuzahlungen die Steuerlast zu mindern. Dies galt jedenfalls bei Fahrtenbuchmethode. Der geldwerte Vorteil stellte jedoch die Obergrenze dar, so dass durch hohe Zahlungen des Arbeitnehmers keine zusätzlichen Werbungskosten bewirkt werden können.

Urteil des Bundesfinanzhofs vom 30.11.2016, Az: VI R 49/14 und VI R 2/15

Der geldwerte Vorteil war auch bei kürzlich veröffentlichten Urteilen des BFH Thema. Die Urteile erweitern die Möglichkeiten der Minderung des geldwerten Vorteils durch Zuzahlungen des Arbeitnehmers. Zum einen hält der BFH nun ein steuerlich wirksames Nutzungsentgelt auch bei der 1-%-Methode für zulässig. Allerdings nur bis zur Höhe des geldwerten Vorteils. Der geldwerte Vorteil darf also weiterhin nicht weniger als „Null“ betragen und Werbungskosten durch diesen Vorgang nicht erzeugt werden. In der zweiten Entscheidung hat der BFH zum anderen klargestellt, dass auch die Tragung einzelner Kosten in Eigenleistung, wie z.B. Kraftstoffkosten, zur Reduzierung des geldwerten Vorteils führen können.

Prüfen Sie die Möglichkeiten der Steuerentlastung genau

Jeder Arbeitnehmer sollte sich die verschiedenen Möglichkeiten zur Reduzierung der Steuerlast vor Augen führen. Insbesondere im Hinblick auf die Berechnung des geldwerten Vorteils infolge der privaten Nutzung eines Firmenwagens. Schließlich sollte sich für den einzelnen Steuerzahler eine auf ihn zugeschnittene Lösung ergeben, die ihn am wenigsten steuerlich und finanziell belastet.

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