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Die Abgeltungssteuer

Was genau ist die Abgeltungssteuer? Und wie funktioniert diese? Diese Frage beantworten wir Ihnen heute.

Anleger müssen auf Kapitalerträge (wie Zinsen oder Dividenden) eine Abgeltungssteuer, auch Kapitalertragssteuer genannt,  bezahlen. Diese beträgt 25 Prozent. Die Bank überweist diese direkt an das Finanzamt, nachdem sie eine jährliche Übersicht über die Kapitalerträge Ihres Kunden erstellt hat.

Was gehört alles zu Kapitalerträgen? Wo wird die Abgeltungssteuer fällig?

  • Zinsen, beispielsweise von einem Sparbuch oder Konto
  • Dividenden aus Aktien
  • Erträge aus Zertifikaten wie Rohstoffe, Währungen und Fonds
  • Wertzuwächse beim Verkauf von Aktien oder Investmentanteilen

Welche Kapitalerträge muss man selber bei der Einkommensteuererklärung angeben?

Dazu zählen,

  • Auslandskonten
  • Erträge durch den Verkauf einer Lebensversicherung
  • Erstattungszinsen vom Finanzamt
  • Zinsen aus einem Darlehen an eine Privatperson

Und gibt es Freibeträge bei der Abgeltungssteuer?

Ja, gibt es. Als Single sind 801,-€ jährlich steuerfrei, ist man verheiratet stehen dem Ehepaar gemeinsam 1602,-€ zu. Liegt man über dem Betrag muss man Abgeltungssteuer bezahlen.

Hier ein Rechenbeispiel für einen Single mit einem Sparguthaben von 100.000,-€:

Er bekommt 2% Zinsen von seiner Bank

Kapitalertrag somit = 2000,- €

Abzüglich Freibetrag (von 801,- €) = 1199,- € zu versteuerndes Einkommen

Die Abgeltungssteuer von 25 Prozent beträgt somit = 299,75 €

Zu der Abgeltungssteuer kommen dann allerdings leider noch der Abzug der Solidaritätssteuer (5,5 Prozent) und der Abzug der Kirchensteuer (8 Prozent) hinzu.

In einigen Fällen kann man frei wählen ob man seine Kapitalerträge nach dem 25 Prozent Satz versteuert oder ob man diese individuell besteuern lässt. Dies ist jedoch sehr komplex.

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Über den Autor:
ALH Steuerexperten

Der Aktuell Lohnsteuerhilfeverein e.V. ist seit 1996 bundesweit tätig. In über 700 Beratungsstellen betreuen die Beratungsstellenleiter:innen unseres Vereins die circa 240.000 Vereinsmitglieder im Rahmen der Beratungsbefugnis begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG. Die Steuerexperten unserer Hauptverwaltung stehen mit ihrem umfangreichen Wissen bei Fachfragen zur Seite und organisieren regelmäßige Steuerseminare, um unsere Berater:innen über die aktuellsten Änderungen und Besonderheiten im Steuerrecht zu informieren. Demzufolge können unsere Experten schwierige Sachverhalte interessant aufbereiten und verständlich an andere weitergeben, wodurch sie unseren Mitgliedern deutschlandweit kompetente Beratung ermöglichen.