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Burn Out-Behandlung als Werbungskosten

Burn Out-Behandlung als Werbungskosten

Das Finanzgericht München hat mit Urteil vom 26.04.2013 die Aufwendungen für die psychosomatische Klinik als Werbungskosten mit der Begründung nicht berücksichtigt, dass ein Burn Out keine typische Berufskrankheit ist. Ein Werbungskostenabzug der Behandlungskosten kommt daher nicht in Betracht.

Zum Sachverhalt: Der Kläger sei aufgrund der Fusion seines Arbeitgebers nicht wie erwartet zum Prokuristen ernannt worden, sondern bei der erwarteten Beförderung übergangen worden. Man habe ihm mit einer Vertragsanpassung gedroht, die aus seiner Sicht einer Degradierung gleichgekommen wäre. Daraufhin habe er akute gesundheitliche Beschwerden verspürt, mit der Gefahr einer Eskalation. Seine Hausärztin habe ihn deswegen in Abstimmung mit einem Facharzt für Psychiatrie in die psychosomatische Klinik zur stationären Behandlung überwiesen. Seine Krankenversicherung habe die Übernahme der nunmehr streitigen Kosten verweigert, da nach ihrer Auffassung ein stationärer Aufenthalt zu keinem Zeitpunkt erforderlich gewesen sei. Auf die beim Finanzamt eingereichten Atteste und Bestätigungen wird verwiesen.

Das Finanzamt berücksichtigte die streitigen Aufwendungen im Einkommensteuerbescheid für 2007 vom 18.06.2008 nicht, weil es eine Zuordnung in die berufliche Sphäre als nicht leicht und einwandfrei möglich erachtete. Im Einspruchsverfahren änderte das Finanzamt den Bescheid aus anderen Gründen mehrfach, zuletzt am 02.09.2010. Hinsichtlich des streitigen Sachverhalts wies das Finanzamt den Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 06.09.2010 zurück. Allerdings hat das Finanzgericht die Revision zugelassen, da die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat.

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