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Zum 4. Advent – einen Brief an den lieben Gott

Zum 4. Advent – einen Brief an den lieben Gott

Heute haben wir in unserem Blog eine Geschichte für Sie, die prima in die Stimmung der Vorweihnachtszeit passt.  Eine alte Dame schreibt einen Brief an den lieben Gott – viel Spaß beim Lesen und einen wunderschönen vierten Advent wünscht Ihnen der Lohnsteuerhilfeverein.

Einst lebte in Herne eine Frau, alt und gebeugt, ihr Leben war grau. Um Ihr Einkommen war es schlecht bestellt: mit anderen Worten: Sie hatte kein Geld!

Sie überlegte hin und her, wie wohl Geld zu beschaffen wär´. Ihr kam der Gedanke: „Ei, sapperlott, ich schreib´ einen Brief an den lieben Gott!“

„Lieber Gott, ich bin alt und arm, hab´Hunger und friere und bitt´um Erbarm. Schick´mir doch bitte einhundert Mark, meine Not ist inzwischen wirklich zu arg!“

Der Brief ward frankiert, in den Kasten gesteckt, vom Postboten dort am Morgen entdeckt. Der las die Adresse – und musste lachen: „An den lieben Gott!“, was war damit zu machen?

Er dachte sich: Ein Spaß muss sein, und legte den Brief ins Fach vom Finanzamt hinein. Der wurde – tags drauf dort angekommen – von einem Beamten in Empfang genommen.

Wenn Ihr nun glaubt, er zerriss diesen Brief, liegt ihr bei dem Mann absolut schief. Er las die Anschrift und sprach leis`zu sich: „Man muss ihr helfen, die Frau dauert mich!“

Denn – was ihr vielleicht bislang nicht bedacht hattet – auch Finanzbeamte sind mitunter mit Herz ausgestattet. Und so grübelte dieser hin und her, was hier zu unternehmen wär`.

Schließlich begann er, durch Büros zu wandern und Geld zu sammeln bei dem ein oder anderen. Doch leider war der Erlös etwas karg und statt hundert bekam er nur siebzig Mark.

Und diese – auf den Pfennig genau – schickte man an die Adresse der Frau. Die freute sich – ihr könnt´s wohl ermessen -, dass sie der Hergott nicht hat vergessen.

Sie schrieb sofort einen Dankesbrief, mit dem sie in Eile zum Postamt lief: „Lieber Gott, von Herzen stark, danke ich Dir für die hundert Mark.

Doch solltest Du wieder mal an mich denken und so gütig mit ein paar Taler schenken, so möcht´ich Dich doch um eines bitten: das Geld nicht übers Finanzamt zu schicken.

Die haben mir von den hundert – ganz ungelogen – glatt dreißig Mark gleich abgezogen!“

Buchquelle: nwb Verlag Ralf Sikorski – Copyright

 

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