Aktuell Lohnsteuerhilfeverein e.V.





Stimmungsbild
3 Schritte
1. Checkliste herunterladen
         PDF  > Checkliste (PDF)
2. Beratungsstelle suchen
PLZ eingeben

Sprache wählen


 
3. Termin vereinbaren
Einfach zur Beratungsstelle gehen und Mitglied werden.
> transparente Kosten

Oskar Patzelt Preis
 
PDF  > Verliehene Urkunde 05/2012
PDF  > Verliehene Urkunde 02/2012
PDF  > Verliehene Urkunde 2010

Stiftung Warentest:


Die durchschnittliche Erstattung beträgt 800,- € lt. einer Untersuchung von Finanztest Stiftung Warentest.
Geldscheine
Sie wollen Berater werden?
Werden Sie Teil eines starken Netzwerkes. Wir suchen ständig bundesweit Steuerexperten zur Leitung einer Beratungsstelle an Ihrem Wohnort zum Ausbau unseres Netzwerkes.

> Hier erfahren Sie alles
> Online bewerben

Schulgeld für nicht anerkannte Ergänzungsschule vor 2008 nicht als Sonderausgabe abziehbar

11.01.2012
Neuigkeiten zur Steuererklärung vom Aktuell Lohnsteuerhilfeverein >>

In der Pressemitteilung Nr. 1 vom 04.01.2012 erläutert der Bundesfinanzhof (BFH) das Urteil vom 19.10.2011 X R 48/09.
 
Leitsatz:
Schulgeld, welches an eine nicht anerkannte inländische Ergänzungsschule bis zum Veranlagungszeitraum 2007 geleistet wurde, kann nicht als Sonderausgabe abgezogen werden.
 
Im Streitfall ging es um Schulgeld, das Eltern im Jahr 2004 für den Privatschulbesuch ihres Sohnes gezahlt hatten. Die Privatschule war nach den landesrechtlichen Regelungen eine lediglich angezeigte, jedoch keine anerkannte Ergänzungsschule. Nach der bis 2007 geltenden Rechtslage waren diese Schulgeldzahlungen nicht abziehbar.
Der Sonderausgabenabzug für Schulgeld ist im Jahr 2008 neu geregelt worden, weil der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in dem fehlenden Sonderausgabenabzug für die in anderen EU-Mitgliedstaaten belegenen Privatschulen einen Verstoß gegen die Europäischen Grundfreiheiten sah. Aufgrund der Neuregelung des § 10 Abs. 1 Nr. 9 des Einkommensteuergesetzes durch das Jahressteuergesetz 2009 können ab 2008 30 % des Schulgelds, höchstens 5.000 €, als Sonderausgabe abgezogen werden, sofern die in der EU oder im EWR belegene Schule zu einem von der zuständigen inländischen Behörde anerkannten oder einem inländischen Abschluss an einer öffentlichen Schule als gleichwertig anerkannten allgemein bildenden oder berufsbildenden Schul-, Jahrgangs- oder Berufsabschluss führt. Auf den landesrechtlichen Status einer Privatschule kommt es somit nicht mehr an. Diese neuen Grundsätze gelten aufgrund einer Übergangsregelung für die EU/EWR-Privatschulen in allen noch offenen Fällen, für die inländischen Privatschulen erst ab 2008.
 
Die Kläger waren der Auffassung, die Übergangsregelung gelte auch für den Besuch von inländischen Privatschulen. Ihnen stehe damit der Sonderausgabenabzug zu, da sie ansonsten benachteiligt würden. Der BFH hat jedoch in der – nur vorübergehenden – Schlechterstellung der inländischen Privatschulen keinen Verstoß gegen den Gleichbehandlungs-grundsatz gesehen, da der Gesetzgeber berechtigt gewesen sei, aus Vereinfachungsgründen eine Übergangsregelung zu schaffen, die eine Einordnung von ausländischen Schulen nach den schulrechtlichen Begriffen der Länder entbehrlich gemacht habe.

zurück